Börse New York
US-Anleger halten sich vor Arbeitsmarkt-Daten zurück

US-Anleger starten verhalten in die Woche - mit Blick auf neue Konjunkturdaten und dem Arbeitsmarktbericht für November. Sie gelten als wichtige Einflussfaktoren für die US-Notenbank Fed. Der Dow Jones schließt im Minus.

New YorkDie US-Anleger haben sich zum Auftakt der neuen Handelswoche zurückgehalten. Besonders im Fokus stünden eine Reihe von Konjunkturdaten mit dem Arbeitsmarktbericht für November zum Wochenschluss, sagten Händler. Diese gelten als wichtiger Faktor für die Fed. Investoren erwarten sich davon und von einer Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch weitere Aufschlüsse über die bevorstehende Zinswende der US-Notenbank. „Eine Zinserhöhung im Dezember ist schon eingepreist, es sei denn, wir werden von total absurden Daten überrascht“, sagte Chefvolkswirt Scott Brown von Raymond James.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 17.719 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank um 0,5 Prozent auf 2080 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 5108 Stellen. Im Monatsvergleich stieg der Dow um 0,3 Prozent, der S&P um 0,1 Prozent und der Nasdaq um 1,1 Prozent.

Der Index der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago brach im November ein. Das an den Finanzmärkten viel beachtete Barometer fiel auf 48,7 von 56,2 Punkten im Oktober. Von Reuters befragte Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf 54,0 Punkte erwartet. Der Index fiel nun aber unter die Marke von 50 und signalisiert damit ein Schrumpfen des verarbeitenden Gewerbes der für die US-Konjunktur wichtigen Region.

Spekulationen um eine bevorstehende Übernahme gaben bei den Einzelwerten Tribune Publishing Auftrieb. Anleger ließen sich auch durch ein Dementi des Verlegers der „Los Angeles Times“ und „Chicago Tribune“ nicht von ihren Käufen abbringen. Die Aktien stiegen um 9,6 Prozent. Genährt wurden die Gerüchte Börsianern zufolge von einer Twitter-Nachricht Rupert Murdochs. Darin hatte der Medienmogul am Freitag mitgeteilt, er habe „klare Hinweise“, dass ein Finanzinvestor Tribune kaufen wolle. Einen Namen nannte der Hauptaktionär von News Corp nicht.

Die Titel des Büroartikel-Händlers Staples fielen dagegen um 1,9 Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge wollen die US-Behörden die Übernahme des Konkurrenten Office Depot verbieten. Dessen Papiere verbilligten sich um 2,4 Prozent.

In Europa drückten Spekulationen auf eine neue Flut billigen EZB-Geldes die Gemeinschaftswährung am Montag auf ein Siebeneinhalb-Monats-Tief. Die Gemeinschaftswährung verbilligte sich auf bis zu 1,0559 Dollar. Im Gegenzug legten Dax und EuroStoxx50 jeweils ein knappes Prozent auf 11.382 beziehungsweise 3506 Punkte zu. Investoren hoffen auf zusätzliche Unternehmensgewinne, weil die Euro-Abwertung Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt verbilligt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Milliarden Aktien den Besitzer. 1324 Werte legten zu, 1755 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,17 Milliarden Aktien 1327 im Plus, 1516 im Minus und 157 unverändert.

Die US-Kreditmärkte legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 4/32 auf 100-11/32. Die Rendite sank auf 2,21 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 15/32 auf 100-15/32 und rentierte mit 2,98 Prozent. Die Investoren hätten vor den Konjunkturdaten vorsichtig agiert, sagten Händler.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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