Börse New York
US-Anleger schauen lieber auf Daten als auf Trump

Am Dienstag haben die US-Anleger wieder mehr auf Unternehmenszahlen geschaut. Die großen Indizes schließen im Plus. Yahoo profitiert von guten Quartalszahlen, doch der Mobilfunk-Riese Verizon gerät unter Druck.
  • 0

New YorkDie Anleger am New Yorker Aktienmarkt haben am Dienstag ihre Zurückhaltung aufgegeben und die Kurse wieder angetrieben. Dabei stiegen der S&P 500 sowie die Indizes an der Nasdaq auf Rekordstände. Bei den Einzelwerten standen Unternehmen im Fokus, die ihre Bilanzen veröffentlichten.

"Ich denke, dass sich die Märkte wieder auf die Fundamentaldaten und die Unternehmenszahlen konzentrieren", sagte ein Händler. Damit rückte das Rätselraten um den wirtschaftspolitischen Kurs des neuen US-Präsidenten Donald Trump in den Hintergrund. Es hatte etliche Anleger von größeren Engagements an den Aktienmärkten abgehalten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 19.912 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,6 Prozent auf 2280 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 5600 Punkte. Damit schlossen S&P und Nasdaq auf Rekordständen.

In Frankfurt schlossen Dax und EuroStoxx50 jeweils ein knappes halbes Prozent im Plus. Für Aufatmen an den europäischen Börsen hatte das Urteil des obersten britischen Gerichts gesorgt, demzufolge das Parlament einem Austrittsgesuch des Königreichs aus der EU zustimmen muss.

Donald Trump hatte am Vortag mit seinen Ankündigungen ernst gemacht und das transpazifische Freihandelsabkommen TPP gekippt. Am Dienstag nun kündigte der Republikaner an, zwei umstrittene Öl-Pipeline-Projekte wieder aufzunehmen, die sein Vorgänger Barack Obama gestoppt hatte. Der Schritt gehört zum Konzept Trumps, alte fossile Energieträger zu befeuern. Aktien aus dem Ölsektor wie Chevron, ConocoPhillips, Halliburton oder Kinder Morgan legten zum Teil deutlich zu.

Gefragt waren auch die Aktien der Autobauer. GM verteuerten sich um rund ein Prozent, Ford um 2,4 Prozent und Fiat Chrysler um 5,8 Prozent. Die Autowerte standen unter besonderer Beobachtung, weil Trump die ranghohen Entscheider aus der Branche eingeladen hatte.

Bei dem Treffen hatte Trump angekündigt, Umweltregulierungen zu verringern. Diese seien „außer Kontrolle geraten“, so der Präsident. Ins Detail ging er dabei nicht. Trump versucht die US-Autokonzerne zudem davon zu überzeugen, ihre Produktion im Land zu lassen, anstatt sie nach Mexiko zu verlagern.

Seite 1:

US-Anleger schauen lieber auf Daten als auf Trump

Seite 2:

Wie sich Quartalsberichte an der Wall Street auswirkten

Kommentare zu " Börse New York: US-Anleger schauen lieber auf Daten als auf Trump"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%