Börse New York
US-Börsen legen den Vorwärtsgang ein

Die US-Börsen haben am Mittwoch ins Plus gedreht. Überraschend schwache Konjunkturdaten bereiten den Anlegern Sorgen, doch sie hoffen auf wetterbedingte Besserung. Ein Medizinkonzern sorgt für Überraschung.
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New YorkDie New Yorker Börsen haben am Mittwoch wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Trotz der Unsicherheit sähen Anleger weiterhin kaum Alternativen zum Aktienmarkt, begründete ein Börsianer die Kursgewinne.

Im frühen Handel hatte eine überraschend schwache Wirtschaftsleistung der USA im ersten Quartal die Wall Street noch ausgebremst. Hinzu kam die politisch weiter gespannte Lage im Irak und in der Ukraine. Aktienhändler Joe Rundle vom Londoner Broker ETX Capital sagte aber: „Einige Anleger hatten auf fallende Kurse gesetzt und wurden auf dem falschen Fuß erwischt.“ Dies habe sie zum Rückkauf ihrer Papiere gezwungen und die Kurse nach oben gebracht. Die derzeit extrem geringen Umsätze am Markt verstärkten diese Bewegung.

Die Wirtschaftsleistung war im ersten Quartal wegen des eisigen Wetters noch stärker geschrumpft als bislang angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt sank mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 2,9 Prozent. Das ist das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren. Zudem musste die US-Industrie im Mai ein überraschendes Auftragsminus hinnehmen. Viele Börsianer setzten darauf, dass die US-Wirtschaft nach einem schwachen ersten Quartal im Zuge des bitterkalten Winters im zweiten Vierteljahr Fahrt aufgenommen hat, erklärten Händler.

Der Dow-Jones-Index für die Standardwerte ging 0,3 Prozent höher bei 16.867 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,5 Prozent auf 1959 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 4379 Stellen.

An den europäischen Aktienmärkten stimmten die Krisen im Irak und in der Ukraine die Anleger dagegen vorsichtig. Der Dax schloss 0,7 Prozent tiefer bei 9867 Punkten. Der EuroStoxx50 sank um ein Prozent.

"Während im Irak der Vormarsch der Isis-Milizen nach wie vor nicht gestoppt werden konnte, erlitt der erst jüngst gestartete Friedensprozess in der Ukraine durch den Abschuss eines ukrainischen Militärhubschraubers einen argen Dämpfer", stellte LBBW-Investmentanalyst Uwe Streich fest. "Jederzeit ist eine Eskalation in beiden Krisenherden möglich. Da will sich kein Anleger auf dem erreichten Niveau noch positionieren", fügte DailyFX-Chefanalyst Jens Klatt hinzu.

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