Börse New York
US-Börsen schließen mit sattem Plus

Ein überraschend optimistischer Ausblick des Chipgiganten Intel hat die US-Börsen am Mittwoch beflügelt. Nach den positiven Zahlen der Großbank Goldman Sachs am Dienstag nährte auch Intel die Hoffnung, dass die Berichtssaison nicht so schlecht ausfallen wird und die Wirtschaft wieder anspringt.

HB NEW YORK. Auch von der Konjunkturseite kam Unterstützung: Der Abschwung der Industrie im wichtigen Bundesstaat New York hat sich im Juli unerwartet deutlich verlangsamt. Die gesamte Industrieproduktion fiel weniger stark als erwartet. Zur guten Stimmung trugen zudem Äußerungen der US-Notenbank bei. Die Fed erwartet in wenigen Monaten ein Ende der Rezession in den Vereinigten Staaten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,1 Prozent höher auf 8616 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Marktbarometer zwischen 8363 und 8628 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte drei Prozent auf 933 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 3,5 Prozent auf 1863 Punkte.

Zu den größten Gewinnern gehörten die Papiere des weltgrößten Chipherstellers Intel, in dessen Sog auch der Aktienkurs seines Erzrivalen AMD in die Höhe schoss. Intel-Papiere verteuerten sich um mehr als sieben Prozent, AMD-Anteilsscheine um knapp neun Prozent. Die Dividendenpapiere des Softwaregiganten Microsoft profitierten ebenfalls von der besseren Stimmung in der Technologiebranche und kletterten um gut vier Prozent. „Die Leute bekommen allmählich den Eindruck, dass wir am Ende der Krise angelangt sind und das zweite Halbjahr besser ausfallen könnte“, sagte Greg Palmer von Pacific Crest Securities. Auch dem Dax verlieh Intel neuen Schwung. Der Deutsche Aktienindex ging 3,1 Prozent höher bei 4928 Punkten aus dem Handel.

Auf der Verliererseite standen dagegen die Aktien des Pharmakonzerns Abbott Laboratories, dem Nachahmerpräparate für seine Medikamente zu schaffen machen. Der Gewinn fiel im zweiten Quartal um 2,6 Prozent. Die Anteilsscheine gaben knapp drei Prozent nach.

Die Aktien des angeschlagenen Mittelstandfinanzierers CIT wurden kurz vor Börsenschluss vom Handel ausgesetzt. Das Unternehmen hofft auf eine eine erneute Unterstützung durch die US-Regierung. Erwogen werde, CIT durch einen staatlichen Überbrückungskredit vor dem Kollaps zu bewahren, erfuhr Reuters von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person. Der Vorsitzende des Ausschusses für Finanzdienstleistungen im Repräsentantenhaus, Barney Frank, sagte, dass das Finanzministerium an einer Lösung für das Unternehmen arbeite.

Gefragt waren indes die Anteilsscheine der Bank JPMorgan Chase mit einem Aufschlag von 4,5 Prozent. Der bekannte Analyst Richard Bove von Rochdale Securities gab eine positive Prognose für das Geschäft des Kreditinstituts im zweiten Quartal ab.

Auf den Kauflisten der Börsianer standen auch die Dividendenpapiere des Kreditkartenanbieters American Express, die um elf Prozent in die Höhe schnellten. Der Finanzdienstleister hatte zuvor mitgeteilt, dass die Ausfallquote der Kreditkarten-Schulden von Kunden im Juni leicht gesunken sei.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,37 Mrd. Aktien den Besitzer. 2782 Werte legten zu, 289 gaben nach und 61 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,52 Mrd. Aktien 2232 im Plus, 466 im Minus und 91 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1-7/32 auf 95-28/32. Sie rentierten mit 3,6252 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gingen um 2-6/32 auf 95-23/32 zurück und hatten eine Rendite von 4,5112 Prozent.

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