Börse New York
US-Börsen testen Rekordstände

Der Handel an der New Yorker Börse verlief am Dienstag überwiegend zurückhaltend. Zwischenzeitlich erreichten die Indizes S&P-500 und Nasdaq Allzeithochs - dann gaben sie etwas nach. Experten mahnten zu Realismus.
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New YorkAn der Wall Street hat am Dienstag Vorsicht den Handel geprägt. Die Indizes S&P 500 und Nasdaq erreichten Allzeithochs, gaben dann aber etwas nach. "Die Bäume wachsen nicht in den Himmel", sagte Eric Aanes, Chef des Vermögensverwalters Titus Wealth Management. "Das Risiko eines Abschwungs dürfte mit jedem Tag zunehmen. Historisch betrachtet ist der Markt reif für einen Rücksetzer."

Seit dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump geht es an den US-Börsen weitgehend bergauf. Anleger fragen sich, wie lange die Rally noch anhalten wird. "Kurzfristig können Investoren noch ihren Spaß daran haben, aber sie sollten ihre Positionen nun absichern", sagte der Chef des Anlageberaters Amplify ETFs, Christian Magoon.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer bei 20.975 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,1 Prozent auf 2396 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen um 0,3 Prozent auf 6120 Zähler. In Frankfurt schloss der Dax 0,4 Prozent höher bei 12.749 Punkten.

Aktuell gehen die Anleger an den Finanzmärkten mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die US-Zentralbank ihren Leitzins auf ihrer nächsten Sitzung im Juni weiter erhöhen wird. Will die Fed andere Signale senden, dürfte sie dies mit deutlichem Abstand vor der Zinssitzung tun, um abrupte Marktbewegungen zu vermeiden. Die Vorsitzende der regionalen Notenbank von Kansas, Esther George, sprach sich am Dienstag trotz des zuletzt enttäuschenden US-Wirtschaftswachstums für einen unveränderten geldpolitischen Straffungskurs aus.

Unter den Einzelwerten sorgten die Aktien von Apple erneut für Aufsehen. Sie setzten ihren Höhenflug vom Vortag gebremst fort und erreichten im Verlauf ein Rekordhoch bei 154,88 Dollar. Zur Schlussglocke ergab sich für die Papiere des iPhone-Herstellers ein Plus von 0,64 Prozent. Am Montag waren sie um rund 2,7 Prozent gestiegen und hatten erstmals eine Marktkapitalisierung von mehr als 800 Milliarden Dollar erreicht.

Um 4,58 Prozent verteuerten sich die Papiere von Tesla. Börsianer verwiesen auf wieder aufgewärmte Gerüchte, wonach Apple mit seiner Kriegskasse von mehr als 250 Milliarden Dollar an dem rund 50 Milliarden Dollar schweren Elektroauto-Hersteller interessiert sein könnte.

Marriott International zog ebenfalls das Augenmerk auf sich. Der Kurs stieg um 6,4 Prozent. Die Hotelgruppe überzeugte Investoren mit einem Vierteljahresgewinn über den Erwartungen.

Papiere von Valeant legte 24 Prozent zu. Der kanadische Pharmakonzern präsentierte den ersten Gewinn seit sechs Quartalen.

Für die Titel von Office Depot ging es um knapp 3 Prozent nach oben. Die Büroartikelkette hatte dank der vorgenommenen Kostensenkungen einen unerwartet hohen Gewinn im ersten Quartal erzielt.

Zu den Verlierern zählten Hertz Global, die um 14,2 Prozent abstürzten. Der Verlust des Autovermieters fiel überraschend hoch aus.

Der Eurokurs weitete im US-Handel seinen Rückstand aus dem europäischen Geschäft etwas aus. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0868 US-Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 1265 Werte legten zu, 1654 gaben nach, und 156 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp zwei Milliarden Aktien 1436 im Plus, 1405 im Minus und 232 unverändert.

US-Staatsanleihen bewegten sich ebenso wie der Aktienmarkt kaum. Die zehnjährigen Bonds verringerten sich um 1/32 auf 98-23/32. Sie rentierten mit 2,4 Prozent. Die 30-Jährigen verharrten bei 99-16/32 und hatten eine Rendite von 3,02 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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