Börse New York
US-Jobdaten verschaffen dem Dow Jones Aufwind

Positive US-Arbeitsmarktzahlen haben an der Wall Street für Käufe gesorgt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag unter den Schätzungen. Disney führt mit starken Zahlen die Gewinnerliste an.
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New YorkÜberraschend gute Daten vom Arbeitsmarkt und eine starke Disney-Bilanz haben an den New Yorker Börsen am Donnerstag Optimismus verbreitet. In der vergangenen Woche beantragten unerwartet wenige Amerikaner Arbeitslosenhilfe und schürten damit Hoffnungen auf eine tiefgreifende Erholung der Konjunktur. Die Furcht vor einem konjunkturellen Rückschlag in den USA und den Schwellenländern hatte die Wall Street zuletzt kräftig ins Minus gedrückt. Am Donnerstag ging es dagegen so stark aufwärts wie an noch keinem Handelstag seit Jahresbeginn.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 15.632 und einem Tief von 15.443 Punkten. Er schloss 1,2 Prozent höher bei 15.628 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls 1,2 Prozent zu auf 1773 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,1 Prozent auf 4057 Punkte. In Frankfurt ging der Dax 1,5 Prozent fester bei 9256 Punkten aus dem Handel.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche um 20.000 auf 331.000 zurück, während Analysten im Schnitt mit 335.000 gerechnet hatten. Viele Anleger fragen sich derzeit, ob die Schwäche der jüngsten Konjunkturdaten lediglich ein Effekt des Wintereinbruchs in den USA ist oder die Wirtschaft tatsächlich ins Stottern geraten ist. Börsianer warten deshalb gespannt auf den Arbeitsmarktbericht der Regierung, der am Freitag veröffentlicht werden soll. "Alle Augen sind auf die Zahlen in dem Bericht gerichtet. Aber was immer auch darin stehen mag, es wird wegen des Wetters wohl schnell wieder vergessen werden", sagte Tim Ghriskey von der Solaris Group.

Keinen guten Tag erwischte der Kurznachrichtendienst Twitter. Das Unternehmen erschreckte Börsianer mit einem mäßigen Kundenwachstum - die Aktien rutschten um mehr als 24 Prozent ab. Im Schlussquartal 2013 stieg die Zahl der Nutzer trotz massiver Werbeausgaben lediglich um knapp vier Prozent auf 241 Millionen. Facebook - nur zwei Jahre älter als Twitter - kommt dagegen inzwischen auf 1,23 Milliarden Nutzer.

Deutlich nach oben ging es für die Titel des US-Kaffeerösters Green Mountain Coffee Roasters mit einem Plus von 26 Prozent. Coca-Cola hat einen Anteil von zehn Prozent an dem Unternehmen gekauft.

Bei Walt Disney stießen die Quartalszahlen auf großes Wohlgefallen unter den Anlegern. Ein Gewinnsprung verhalf den Aktien zu einem Plus von 5,3 Prozent, die damit sowohl dem Dow-Jones-Index als auch dem S&P 500 Schub gaben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 742 Millionen Aktien den Besitzer. 2294 Werte legten zu, 739 gaben nach und 127 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Milliarden Aktien 1681 Titel im Plus, 890 im Minus und 135 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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