Börse New York
Wall Street dreht zum Schluss ins Plus

Am Mittwoch sah es über weite Strecken so aus, als schlössen die US-Börsen mit Verlusten. Doch angetrieben von starken Finanz- und Technologiewerten erreichten die großen Indizes geschlossen die Gewinnzone. Die Märkte trotzten damit den Belastungen durch Spanien, Dubai und eines schlechten Ausblicks von Texas Instruments.
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HB NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben vor allem dank Kursgewinnen bei Finanz- und Technologiewerten am Mittwoch höher geschlossen. Bankenaktien profitierten von der Nachricht, dass die Bank of America die während der Finanzkrise beanspruchten Staatshilfen zurückgezahlt hat. Im Handelsverlauf hatten der skeptische Ausblick der Ratingagentur Standard & Poor's für Spanien und eine Prognose des Chipherstellers Texas Instruments die Kurse belastet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 10 337 Punkten, nachdem er zwischen 10 235 und 10 342 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1095 Punkten, einem Plus von 0,37 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,49 Prozent und ging mit 2183 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt ging der Dax 0,7 Prozent tiefer bei 5647 Punkten aus dem Handel.

Die Bank of America erstattete insgesamt 45 Mrd. Dollar aus dem Bankenrettungspaket Tarp zurück an die Regierung. Damit beendete sie die staatliche Einflussnahme auf Managergehälter und Dividendenzahlungen. Die Aktie der Bank of America schloss dennoch um 0,1 Prozent im Minus. Doch der Branchen-Index S&P Financial stieg um 0,4 Prozent auch wegen der Nachricht, dass die USA das zum Jahresende auslaufende Tarp-Programm bis Oktober 2010 verlängern wollen.

Obwohl Texas Instruments seine Umsatzprognose für das laufende Quartal an das obere Ende des bisherigen Ausblicks anhob, zeigte sich der Markt enttäuscht. Investoren hatten sich mehr erhofft. Die Aktie gab 1,3 Prozent nach.

Rohstoffwerte profitierten von der Dollarschwäche. Die Aktie des US-Aluminiumkonzerns Alcoa gewann 1,6 Prozent. Der Dollar fiel um 0,4 Prozent.

Die Papiere des Telekommunikationskonzerns Sprint stiegen 5,6 Prozent. Die Citigroup hatte die Anteilsscheine auf „buy“ hochgestuft und dies mit einer möglichen Allianz mit der Deutschen Telekom begründet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,08 Mrd. Aktien den Besitzer. 1644 Werte legten zu, 1344 gaben nach und 133 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Mrd. Aktien 1335 im Plus, 1326 im Minus und 151 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 99-17/32. Sie rentierten mit 3,431 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 20/32 auf 99-13/32 und hatten eine Rendite von 4,411 Prozent.

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