Börse New York
Wall Street freut sich über steigenden Ölpreis

Steigende Ölpreise haben den US-Börsen zum Wochenauftakt zu Schwung verholfen. Der großangelegte Cyber-Angriff beflügelte IT-Sicherheitsfirmen. Deutlich abwärts ging es unterdessen für Aktien des Elektroautobauers Tesla.
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New YorkDie US-Börsen sind mit einem leichten Plus in die Woche gestartet - Grund für den Aufschwung ist der steigende Ölpreis. Die Verständigung der Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland auf eine Verlängerung der Förderbremse half dem Ölpreis auf die Sprünge. Die Opec dürfte am 25. Mai darüber beraten. Analyst Naeem Aslam vom Finanzdienstleister Think Markets warnte aber, auch die aktuelle Produktionskürzung habe den Ölpreis kaum nachhaltig stabilisiert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 20.982 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 2402 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 6149 Punkte.

Bei den Einzelwerten legten die Anteilsscheine der Ölkonzerne zu. Aktien von Exxon verteuerten sich um 0,3 Prozent, Chevron-Titel notierten rund 0,8 Prozent höher.

Nach dem weltweiten Hackerangriff auf Computersysteme von Konzernen, Behörden, Schulen und Privatleuten interessierten sich Anleger auch für Anbieter von Sicherheitssoftware. So legten die Papiere von Cisco Systems und Palo Alto Networks bis 2,7 Prozent zu. Die Titel von Symantec und FireEye verbuchten sogar ein Plus von gut drei und sieben Prozent.

Die Aktien des Elektroautobauers Tesla verloren dagegen 2,7 Prozent. Zuvor hatten Experten der Investmentbank Morgan Stanley ihr Rating für die Tesla-Papiere auf "equal-weight" von "overweight" gesenkt.

Die Aktien von Patheon sprangen 33 Prozent in die Höhe, nachdem die Medizintechnikfirma Thermo Fisher Scientific eine milliardenschwere Übernahme des Pharmaindustrie-Zulieferers angekündigt hatte.

Am Frankfurter Aktienmarkt standen erneut zahlreiche Bilanzen im Fokus. Der Dax stieg um 0,3 Prozent auf 12.807 Zähler und schloss damit nur knapp unter der am Vormittag markierten neuen Bestmarke von 12.832 Punkten. Der EuroStoxx50 ging kaum verändert aus dem Handel.

Die Energieminister Saudi-Arabiens und Russlands, Chalid al-Falih und Alexander Nowak, hatten am Montag in Peking erklärt, zur Stabilisierung der Ölpreise sollte die Ende November beschlossenen und zunächst bis Juni befristeten Förderkürzungen bis März nächsten Jahres beibehalten werden. "Wir sind allerdings skeptisch, dass sich Russland aktiv daran beteiligen wird", schrieben die Analysten der Commerzbank. "Außerdem dürfte die Disziplin der OPEC-Länder im Jahresverlauf bröckeln, da diese ansonsten Marktanteile an Nicht-OPEC-Länder verlieren."

An der New York Stock Exchange wechselten rund 850 Millionen Aktien den Besitzer. 2198 Werte legten zu, 708 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,83 Milliarden Aktien 1931 im Plus, 947 im Minus und 197 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 3/32 auf 100-9/32. Die Rendite stieg auf 2,343 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 12/32 auf 99-25/32 und rentierte mit 3,012 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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