Börse New York
Wall Street knapp behauptet

Die Märkte an der Wall Street haben sich leicht erholt. Der Dow-Jones-Index notierte im moderaten Plus, der Nasdaq gab minimal nach. Die Titel von Nike zu den größten Gewinnern. Börsenneuling Blue Apron sackte unter Ausgabepreis.
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New YorkNach ihren Kursverlusten vom Vortag hat sich die Wall Street trotz schwacher Konjunkturdaten am Freitag etwas erholt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 21.349 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2423 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6140 Punkte.

Die jüngsten Konjunkturdaten fielen enttäuschend aus. Das von der Universität von Michigan ermittelte Barometer für die Stimmung der US-Verbraucher fiel im Juni auf 95,1 Punkte. "Das ist das niedrigste Niveau seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump im November 2016", sagte Studienleiter Richard Curtin. Außerdem stiegen die US-Konsumausgaben im Mai nur noch um 0,1 Prozent. Die schwächelnde Konjunktur dürfte die US-Notenbank Fed in ihrer Meinung bestärken, die Zinsen nur behutsam anzuheben, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

Bei den Einzelwerten zählten die Titel von Nike zu den größten Gewinnern. Sie verteuerten sich um 9,4 Prozent. Der Adidas-Rivale steigerte seinen Quartalsumsatz überraschend stark um 5,3 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar. Die Aktien von US-Konkurrent Under Armour verbesserten sich um mehr als zwei Prozent.

Micron Technology legte ebenfalls Geschäftszahlen über Markterwartungen vor. Der Hersteller von Speicherchips für PC und Smartphones verdoppelte den Umsatz im abgelaufenen Quartal auf 5,57 Milliarden Dollar und machte einen Gewinn von 1,65 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum machte die Firma noch einen Verlust von 215 Millionen Dollar. Dennoch brachen Micron-Aktien nach einem freundlichen Start mehr als vier Prozent ein. Die Aktie des Koch-Pakete-Versenders Blue Apron sackte am zweiten Handelstag deutlich unter den Ausgabekurs von zehn Dollar auf 9,34 Dollar.

In Frankfurt verhagelte ein Kurssturz des Index-Schwergewichts Bayer Anlegern die Stimmung. Dax und EuroStoxx50 verloren nach anfänglichen Gewinnen bis zum Abend jeweils mehr als ein halbes Prozent auf 12.325 und 3440 Punkte. Die Aktien von Bayer brachen um 4,1 Prozent auf 113 Euro ein. Das ist der größte Tagesverlust des Jahres. Wegen eines schwächelnden Agrarchemie-Geschäfts kassierte der Leverkusener Konzern seine Gesamtjahresziele. "Schlimmer als die betragsmäßige Auswirkung ist der Vertrauensverlust, den eine Gewinnwarnung bedeute, erklärte DZ Bank-Analyst Peter Spengler. Er betrachte die Prognosesenkung aber als einmalige Angelegenheit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wir Investoren haben die Schiffsaktien und Trump macht sie voll Öl und Gas.
    In die ganze Welt werden amerikanisches Öl und Gas verbracht bis die Saudi-Schwarte kracht. In die EU werden wir das Zeug nach Polen fahren Ha Ha Ha

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