Börse New York
Wall Street kommt kaum vom Fleck

Die US-Börsen bewegten sich am Dienstag kaum. Vor dem Fed-Zinsentscheid am Mittwoch lehnte sich niemand aus dem Fenster. Nur an der Nasdaq reichte es für den Rekord. Der gebremste US-Autoabsatz drückte auf die Stimmung.
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New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag leicht zugelegt. Der Technologie-Index Nasdaq erklomm zwar zeitweise ein neues Rekordhoch. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch hielten sich die Anleger aber weitgehend zurück. Zwar wird keine Änderung am Kurs der Federal Reserve erwartet, wohl aber der ein oder andere Hinweis, ob es schon im Juni zur nächsten Zinserhöhung kommen könnte. Auf die Stimmung drückte der im April anhaltende Abschwung auf dem US-Automarkt, was auch die Kurse der führenden Hersteller General Motors und Ford belastete.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher bei 20.949 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,1 Prozent auf 2391 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann ebenfalls 0,1 auf 6095 Punkte. Kurz nach Handelsbeginn war er erstmals knapp über die Marke von 6100 Punkten geklettert. Vor der Notenbank-Entscheidung wagten sich die Anleger kaum aus der Deckung. "Wird die Fed anerkennen, dass das Wachstum an Fahrt verloren hat, und damit die Erwartungen an eine Zinserhöhung dämpfen? Die Fed-Erklärung sollte diese Fragen beantworten, und auf dieser Basis werden die Händler tätig werden", sagte Hussein Sayed, Chefstratege bei FXTM.

Unter die Räder gerieten die beiden größten US-Autobauer General Motors und Ford. Ihre Papiere gaben rund drei beziehungsweise 4,4 Prozent nach. Beide Unternehmen hatten im April weniger Autos verkauft und bekommen damit zunehmend die Abkühlung auf dem heimischen Fahrzeugmarkt zu spüren.

Die Papiere von AMD brachen trotz eines Umsatzsprungs sogar um mehr als 24 Prozent ein und steuerten damit auf den größten Tagesverlust seit gut zwölf Jahren zu. Börsianer äußerten sich enttäuscht über die Aussicht auf einen Rückgang der Gewinnmarge im laufenden Quartal. Erzrivale Intel werde steigende Marktanteile von AMD sicher mit Rabatten zu kontern versuchen, schrieben die Analysten der Macquarie Bank in einem Kommentar. Sie stuften AMD auf "Underperform" von "Neutral" herunter und senkten das Kursziel auf zehn von 14 Dollar.

In Europa konnten ermutigende Firmenbilanzen die Aktienanleger bei Laune halten. Sie reagierten außerdem erleichtert auf die Einigung Griechenlands mit seinen Geldgebern - die Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen. Aber auch hier scheuten sie am Tag vor der Fed-Zinsentscheidung größere Engagements. Der Dax stieg gegen Handelsende auf ein Rekordhoch von 12.511 Punkten und schloss 0,6 Prozent fester bei 12.507 Zählern. Der EuroStoxx50 gewann 0,5 Prozent auf 3578 Punkte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 910 Millionen Aktien den Besitzer. 1446 Werte legten zu, 1441 gaben nach und 182 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,14 Milliarden Aktien 1253 im Plus, 1584 im Minus und 224 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Papiere um 8/32 auf 99-20/32. Sie rentierten mit 2,29 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 17/32 auf 100-14/32 und hatten eine Rendite von 2,97 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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