Börse New York
Wall Street wartet auf Bernanke

Die Wall Street hat uneinheitlich geschlossen. Die Händler warten auf Signale der US-Notenbank. Die durchwachsenen Konjunkturdaten lassen kaum Schlüsse auf Fed-Entscheid zu. Heinz-Aktien auf 13-Jahres-Hoch.
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Düsseldorf/New YorkDie US-Börsen haben vor einer mit Spannung erwarteten Rede von Fed-Chef Ben Bernanke keine klare Richtung gefunden. Aus durchwachsenden Konjunkturdaten konnten Händler am Dienstag keine eindeutigen Schlüsse ziehen, ob und wenn ja wie die US-Notenbank die amerikanische Wirtschaft erneut stützen wird. So brach einerseits die Stimmung der US-Konsumenten im August unerwartet stark ein und trübte sich auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten ein. Auf der anderen Seite signalisierte der S&P/Case-Shiller-Index für 20 Metropolregionen bereits den fünften Monat in Folge einen Anstieg der Immobilienpreise. "Wir hoffen alle, das lässt der Fed Spielraum, uns mit Geld zu überschütten", frohlockte Jack Ablin von der Harris Private Bank in Chicago. Den zweiten Tag in Folge blieb das Handelsvolumen extrem dünn.

Bernanke spricht am Freitag auf dem traditionellen Zentralbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming . Viele Händler hoffen auf ein weiteres Programm der US-Notenbank zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft (QE3). Nach Angaben des Chefs der Fed von Dallas, Richard Fisher, haben sich US-Notenbanker bislang nicht auf weitere Schritte zur Lockerung der Geldpolitik geeinigt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 13.102 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte das Leitbarometer zwischen 13.081 und 13.147 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1409 Punkten, ein Abschlag von 0,1 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent und ging mit 3077 Punkten aus dem Handel. In Frankfurt drückten aufflammende Sorgen um Spanien sowie Gewinnmitnahmen den Dax 0,6 Prozent tiefer auf 7002 Punkte.

Bei den Einzelwerten standen Titel von Gilead Sciences, Lexmark und Apple im Fokus. Die Titel des Pharma-Konzerns Gilead stiegen um 0,8 Prozent, nachdem die US-Pharmabehörde FDA am Vortag die Zulassung für ein Kombinationsmittel gegen HIV erteilt hatte. Lexmark-Aktien legten mehr als 13 Prozent zu. Das Unternehmen kündigte an, sich künftig auf das einträglichere Geschäft mit Software und Bildern zu konzentrieren und keine Tintenstrahl-Drucker mehr herzustellen. Bei Apple stand auch am Dienstag weiter der Streit mit Samsung im Blickpunkt: Der Hersteller von iPhones, iPads und Mac-Computern beantragte ein Verkaufsverbot für acht Handys der Südkoreaner in den USA. Apple-Titel wurden nach starken Gewinnen am Vortag 0,1 Prozent tiefer gehandelt.

Aktien des Ketchup-Herstellers H.J. Heinz sprangen mit 58,24 Dollar auf den höchsten Stand seit mehr als 13 Jahren. Im ersten Geschäftsquartal stieg der Gewinn stärker als von Experten erwartet. Grund waren das Wachstum in Schwellenländern, höhere Produktivität, bessere Margen sowie Steuervorteile. Der Anteilsschein ging 1,7 Prozent höher bei fast 57,41 Dollar aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 520 Millionen Aktien den Besitzer. 1661 Werte legten zu, 1260 gaben nach und 150 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,36 Milliarden Aktien 1433 im Plus, 994 im Minus und 131 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Der Tip mit Heinz-Ketchup ist gut. Danke, Handelsblatt.

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