Börse Tokio
Angst vor Italien lähmt Asiens Aktienmärkte

Bei Börsenbeginn tendiert die Tokioter Börse im Minus. Mit Spannung erwarten Anleger die Versteigerung von italienischen Staatsanleihen. Der Euro tendiert nach der Herabstufung Spaniens durch Moody`s stabil.
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TokioVor einer erneuten Anleihen-Emission Italiens haben sich die Anleger an der Tokioter Börse am Donnerstag nicht aus der Deckung gewagt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab 0,6 Prozent nach auf 8533 Punkte, erholt sich nachmittags aber wieder und liegt nur noch knapp im Minus. Der breiter gefasste Topix-Index tendierte anfangs 0,4 Prozent schwächer mit 723 Zählern. "Die Angst dürfte mit der italienischen Bond-Auktion ihren Höhepunkt erreichen", sagte Marktstratege Sebastian Galy von Societe Generale.

Außerdem drückten enttäuschende Zahlen zum US-Einzelhandel auf die Stimmung. "Asien wird mit einem schwachen US-Wachstum nicht glücklich sein. Das führt zu einiger Nervosität an den Märkten", sagte Galy. Makoto Kikuchi von Myojo Aset Management Japan ergänzte, die Frage sei nun, ob die US-Notenbank (Fed) bei ihrer Sitzung kommende Woche eine geldpolitische Lockerung beschließen werde.

Unter den Einzelwerten ragten Renesas Electronics heraus. Die Titel zogen fast 20 Prozent an. Einem Zeitungsbericht zufolge konnte sich der defizitäre Chiphersteller Bankkredite über umgerechnet gut 500 Millionen Euro sichern. Gegen den Trend legten auch Bankwerte und die Aktien von Konsumelektronik-Konzernen zu. Nomura Holdings gewannen drei Prozent, Sumitomo Mitsui Financial Group 2,5 Prozent. Sharp kletterten ein Prozent, Sony 1,5 Prozent und Panasonic 1,1 Prozent.

Der Euro hat am Donnerstag im fernöstlichen Devisenhandel stabil mit 1,2562 Dollar notiert. Auch die deutliche Herabstufung der Bonitätsnote Spaniens durch die Ratingagentur Moody's setzte die Gemeinschaftswährung kaum unter Druck. Dies zeige, wie pessimistisch die Investoren gegenüber dem Euro bereits zuvor eingestellt gewesen seien, sagte Marktstratege Sebastian Galy von Societe Generale. Für große Nervosität sorgt insbesondere die Griechenland-Wahl am Sonntag, die als Entscheidung über den Verbleib in der Euro-Zone gilt.

Zur japanischen Währung tendierte der Dollar mit 79,40 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9563 Franken je Dollar und 1,2012 Franken je Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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