Börse Tokio
Der Nikkei rutscht wieder ab

Die Tokioter Börse ist mit Verlusten in den Freitag gestartet. Die Blicke der Anleger richten sich auf den amerikanischen Arbeitsmarktbericht. Die Anleger zweifeln am Sanierungsplan des Börsenschwergewichts Sony.
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TokioDie Aktienmärkte in Asien haben am Freitag vor der Veröffentlichung neuer US-Arbeitsmarktdaten überwiegend Gewinne verbucht. In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index allerdings 0,19 Prozent an Wert. Grund waren Gewinnmitnahmen und Zweifel am Sanierungsplan des Börsenschwergewichts Sony. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan legte dagegen 0,4 Prozent zu. Händler richteten ihr Augenmerk vor allem auf die US-Konjunktur. Volkswirte erwarten, dass sich der amerikanische Arbeitsmarkt im April so gut entwickelte wie seit fünf Monaten nicht mehr.

Die Ukraine-Krise spielte dagegen trotz Berichten über neuaufgeflammte Gewalt im Osten des Landes nur am Rande eine Rolle. Die Märkte seien zwar besorgt, sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas in Tokio. „Aber derzeit denkt kaum jemand, dass sich das zu einem großen geopolitischen Zusammenprall entwickeln wird.“

In Japan drückte Sony auf die Stimmung. Das Papier gab 0,5 Prozent nach. Der Traditionskonzern schloss das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem deutlich höheren Verlust ab als noch unlängst geschätzt. Das Management musste seit dem Amtsantritt von Konzernchef Kazuo Hirai vor gut zwei Jahren zum fünften Mal seine Erwartungen zurückschrauben. Bedenken wurden laut, ob Hirai die angeschlagene Elektroniksparte wie versprochen flottmachen und in die Gewinnzone zurückbringen kann.

Außerdem machten Anleger angesichts eines bevorstehenden verlängerten Wochenendes Kasse. Die Märkte in Tokio bleiben am Montag und Dienstag feiertagsbedingt geschlossen.

Am Devisenmarkt hielten sich Händler wegen der anstehenden US-Jobdaten ebenfalls zurück. Der Euro gab zum Dollar leicht nach. Die Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3862 Dollar bewertet, nach 1,3868 Dollar am Vorabend in den USA.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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