Börse Tokio
Die Griechenland-Angst sinkt

Die Krise in Griechenland ist kein so großes Schreckengespenst mehr. Der Nikkei-Index legte um 0,7 Prozent zu, der Topix stieg um 0,5 Prozent. Börsianer warten allerdings auch auf neue politische Signale aus Griechenland.
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SingapurDie asiatischen Aktienmärkte haben mit Erleichterung die Beteiligung französischer Großbanken an neuen Griechenland-Hilfen aufgenommen. Die wichtigsten Indizes in Tokio schlossen fester, an anderen Handelsplätzen gab es aber vereinzelt Verluste. Auch der Euro profitierte von dem Lösungsansatz für das hoch verschuldete Land, das im Gegenzug für neue Finanzhilfen bis Donnerstag neue Sparpakete auf den Weg bringen will. Der Euro markierte in Fernost zeitweise ein Tageshoch von fast 1,4313 Dollar. „Der Markt interessiert sich gar nicht so sehr dafür, ob Griechenland seine Probleme lösen kann, sondern ob es in naher Zukunft zu einem Zahlungsausfall kommen wird oder nicht“, sagte Makoto Noji von SMBC Nikko Securities.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,7 Prozent fester bei 9648 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte bis Handelsschluss 0,5 Prozent auf 830 Zähler zu. Starke Kursgewinne erwarten Börsianer erst, wenn klar ist, dass Griechenland weitere Rettungskredite von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) erhält. „Der Markt könnte Ende Juli höhere Kurse testen“, sagte Hideyuki Ishiguro von Okasan Securities. „Dann werden wir ein klareres Bild von der Schuldenkrise in der Euro-Zone haben.“ Sony-Aktien legten 0,2 Prozent zu. Das Unternehmen hielt am Dienstag seine Hauptversammlung ab, bei der sich Sony-Chef Howard Stringer gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Datenklau-Skandal verteidigte. Auch Toyota-Aktien zeigten sich trotz der Herabstufung der Bonitätsnote robust: Die Titel schlossen mit leichten Gewinnen.

An den Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan und Singapur überwogen die negativen Vorzeichen. In Hongkong und Shanghai gaben die Kurse ebenfalls mehrheitlich nach.

Die Aussicht auf eine Lösung für das europäische Sorgenkind Griechenland hatte am Montag bereits die New Yorker Aktienmärkte beflügelt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent höher bei 12.044 Punkten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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