Börse Tokio
Händler-Optimismus gibt Nikkei Aufschub

Der Handelsstart in Tokio beginnt optimistisch. Händler sind zuversichtlich in Bezug auf die italienische Schuldenkrise. Bei den Einzelwerten sorgt eine Ankündigung von Yahoo Japan für Bewegung.
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Tokio Ermuntert durch positive Futures für die Wall Street hat die japanische Börse am Montag Gewinne verbucht. Händler machten sich zudem Hoffnungen auf eine Eindämmung der Schuldenkrise in Italien. Anlass war ein Zeitungsbericht, wonach der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Hilfspaket für das hoch verschuldete Land vorbereitet.

Die italienische „La Stampa“ berichtete ohne Angabe von Quellen, bis zu 600 Milliarden Euro könnten Italien zu einem Zinssatz zwischen vier und fünf Prozent zugänglich gemacht werden. Ein Inspektorenteam des IWF wird in den kommenden Tagen in Rom erwartet, ein genaues Datum ist aber noch nicht genannt worden.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann im frühen Handel 1,8 Prozent auf 8304 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,5 Prozent auf 717 Punkte zu.

Trotz einer grundsätzlich optimistischeren Einstellung blieben Händler skeptisch: „Die Gerüchte über die 600 Milliarden Euro für Italien fußen lediglich auf einem Bericht der Lokalmedien“, sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities.

Bei den Einzelwerten gewann die Aktie von Macromill fünf Prozent auf 859 Yen, nachdem Yahoo Japan ankündigte, rund vier Millionen Anteilsscheine zu kaufen und damit zum größten Anteilseigner des internetbasierten Forschungsunternehmens zu werden. Yahoo Japan soll 24,35 Prozent der Anteile nach zuvor 9,82 Prozent halten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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