Börse Tokio
Japanische Aktienkurse steigen leicht

Der Handel zu Wochenschluss läuft an der Börse in Tokio nur schleppend. Zu sehr überwiegt die Vorsicht bei den Anlegern. Die Krise in der Eurozone verunsichert, die mageren Vorgaben aus den USA liefern keine Impulse.
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TokioDie Tokioter Börse hat am Freitag auf der Stelle getreten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte im frühen Handel mit 8562 Punkten fast unverändert und stieg nachmittags ein halbes Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index bewegte sich anfangs um sein Vortagsniveau von 722 Zählern.

Zu den Gewinnern bei den Einzelwerten zählten die Aktien von Japan Tobacco mit einem Kursplus von 3,8 Prozent. Der drittgrößte Zigarettenhersteller der Welt hatte am Donnerstag nach Marktschluss mitgeteilt, den belgischen Tabakproduzenten Gryson übernehmen zu wollen.

Der Euro hat sich im fernöstlichen Handel zum Dollar behauptet. Die europäische Einheitswährung kostete 1,2540 Dollar nach 1,2526 Dollar im späten US-Handel. Der Euro dürfte nach seinem schnellen Einbruch bei 1,25 Dollar seinen Boden finden, sagte ein Devisenhändler.

Enttäuschende europäische Konjunkturdaten hatten dem Euro zuletzt zugesetzt. Außerdem bereitet die anhaltende Diskussion um den "Grexit" - einen möglichen Austritt Griechenlands aus der gemeinsamen Währung - den Händlern Kopfzerbrechen. Der Dollar legte 0,1 Prozent auf 79,63 Yen zu. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9586 Franken je Dollar und bei etwa 1,2025 Franken je Euro.

Schwache Konjunkturdaten und die Furcht vor einer weiteren Zuspitzung der Euro-Krise haben am Donnerstag an der Wall Street erneut schlechte Stimmung verbreitet. Den dritten Tag in Folge wechselten die Kurse jedoch kurz vor Schluss die Richtung, so dass sich die wichtigsten Indizes überwiegend ins Plus retteten. Händler sahen Schnäppchenjäger am Werk.

Die Anleger zeigten sich enttäuscht über die zögerliche Erholung der US-Konjunktur und den ersten Rückgang des deutschen Ifo-Index seit Oktober. Auch eine ganze Reihe von enttäuschenden Geschäftsprognosen sorgte für Skepsis. Das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Vorabend brachte ebenfalls wegen des Mangels an erkennbaren Fortschritten keine Erleichterung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent fester bei 12.529 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 konnte sich 0,1 Prozent auf 1320 Zähler verbessern. Die Technologiebörse Nasdaq dagegen verlor 0,4 Prozent auf 2839 Stellen. Der Dax schloss bei niedrigen Umsätzen in Frankfurt 0,5 Prozent im Plus bei 6315 Punkten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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