Börse Tokio
Nikkei-Index fällt den vierten Tag in Folge

Neu entflammte Sorgen über die Schuldenkrise setzen den Euro auch in Fernost weiter unter Druck. Die enttäuschende spanische Anleihe-Auktion habe die Märkte erinnert, dass die Krise noch nicht ausgestanden sei.
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TokioDie Tokioter Börse hat ihre Verlustserie am Donnerstag fortgesetzt. Die Furcht vor einem Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise und gesunkene Hoffnungen auf neue Konjunkturhilfen der US-Notenbank belasteten den Markt. Vor allem Auto- und Finanzwerte gerieten unter Druck. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index hat seit Handelsbeginn am Montag einen kurzfristigen Abwärtstrend etabliert, er sinkt damit seit vier Tagen. Heute fiel er auf den tiefsten Stand seit vier Wochen. Im Vormittagshandel verlor das Markbarometer 0,9 Prozent auf 9727 Punkte, nachmittags machte er einen Teil der Verluste wett und schloss 0,5 Prozent tiefer. Der breiter gefasste Topix-Index sank anfangs rund ein Prozent auf 827 Zähler.

"Wir hatten gestern große Verluste, heute etwas geringere, aber niemand ist derzeit bereit, Aktien zu kaufen", sagte ein Händler. Am Mittwoch hatte der Nikkei mit einem Minus von 2,3 Prozent seinen schlechtesten Tag seit fünf Monaten. Er liegt in diesem Jahr aber immer noch gut 15 Prozent im Plus - dank ermutigender Signale von der US-Konjunktur und den Mega-Geldspritzen der Notenbanken. Experten rechnen daher auch nicht damit, dass die Kurskorrektur lange anhält. Sollten die Aktienkurse weiter fallen, dürfte die Geldpolitik wieder stützend eingreifen, sagte Jefferies-Analystin Naomi Fink. "Wir bleiben mittelfristig positiv gestimmt." Es sei nicht mit einem Wiederaufflammen der Griechenland-Krise und einem harten Konjunkturabschwung in China zu rechnen.

Zu den größten Verlieren gehörten die Autobauer. Toyota Papiere büßten 2,4 Prozent ein. Nissan-Titel gaben 2,7 Prozent nach, und Honda-Aktien rutschten sogar mehr als drei Prozent ab. Der Kurs der Großbank SMFG sank um zwei Prozent.

Der Euro hat im frühen Handel in Fernost am Donnerstag wenig verändert tendiert. Die Gemeinschaftswährung notierte wie zuvor im späten US-Handel bei Kursen um 1,3140 Dollar. Experten zufolge blieb der Euro aber wegen der neu entflammten Sorgen über die Schuldenkrise unter Druck.

Die enttäuschende spanische Anleihe-Auktion vom Vortag mit wieder anziehenden Zinskosten habe die Märkte daran erinnert, dass die Krise noch nicht ausgestanden sei, schrieben die Analysten von BNP Paribas. Auch zur japanischen Währung bewegte sich der Euro mit 108,25 Yen zunächst ebenso wenig wie der Dollar, der bei 82,35 Yen lag.

Der Schweizer Franken notierte bei 0,9150 Franken je Dollar und 1,2030 Franken je Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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