Börse Tokio
Nikkei-Index legt stark zu

US-Arbeitsmarktdaten beflügeln die Aktienmärkte in Asien. Die Tokioter Börse liegt deutlich im Plus. Hoffnungen auf eine Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft treiben Exportwerte an.
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Anzeichen auf eine Belebung des US-Arbeitsmarktes haben am Freitag die asiatischen Aktienbörsen beflügelt. Investoren machen sich nach dem jüngsten Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weniger Sorgen, dass die weltweite Erholung aus dem Tritt kommen könnte.

In Tokio legte der Nikkei-Index 2,2 Prozent auf 14.462 Punkte zu und entfernte sich damit weiter von seinem Vier-Monats-Tief, das er in dieser Woche erreicht hatte. Der breiter gefasste Topix gewann 2,3 Prozent auf 1189 Punkte.

Das Sanierungsprogramm bei Sony kam bei den Investoren gut an. Die Papiere legten gut vier Prozent zu. Sony gliedert sein TV-Geschäft aus und will sich von seiner PC-Sparte trennen. Die Exportwerte profitierten vom schwächeren Yen. Canon gewannen 3,2 Prozent, Honda 2,9 Prozent und Sharp 2,6 Prozent.

Auch außerhalb Japans war die Stimmung bei den Anlegern positiv. Der entsprechende MSCI-Index gewann fast ein Prozent und baute damit seine Gewinne vom Donnerstag aus. Am Nachmittag stehen die Daten zum US-Arbeitsmarkt im Januar an.

Auch wenn die jüngsten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe nicht enthalten sind, schüren sie Hoffnungen auf eine weltweite Konjunkturerholung. "Die Risikofreude wird zurückkommen, wenn sich der Markt sicher sein kann, dass die chinesische Wirtschaft läuft und das Wachstum in den USA stabil ist", sagte Tomoaki Shishido von Nomura Securities.

Auch eine Entspannung in den zuletzt gebeutelten Schwellenländern hob die Stimmung. Viele Währungen erholten sich. Damit schwanden Sorgen, dass die Kapitalflucht aus Ländern wie der Türkei oder Südafrika eine weltweite Krise auslösen könnte. "Verglichen mit der Krise in Lateinamerika oder Russland in den 90er Jahren haben die meisten Länder inzwischen hohe Devisenreserven", sagte Tetsuro Ii, Präsident von Commons Asset Management. "Deswegen gehe ich davon aus, dass wir diesmal keine große Krise sehen werden."

Chinas Wirtschaft hat einen neuen Dämpfer erlitten. Der Dienstleistungssektor wuchs im Januar so langsam wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Der am Freitag veröffentlichte Einkaufsmanager-Index der Großbank HSBC und des Forschungsinstituts Markit fiel auf 50,7 Punkte von 50,9 Zählern im Dezember und damit auf den tiefsten Stand seit August 2011.

Das Konjunkturbarometer blieb aber über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstums signalisiert. Allerdings hatten schon die drei anderen monatlich erhobenen Einkaufsmanager-Indizes aus der Dienstleistungsbranche und Industrie darauf gedeutet, dass sich das Wachstum der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft wegen einer schwächeren Nachfrage aus dem In- und Ausland verlangsamt. Chinas Wirtschaft war 2013 nur noch um 7,7 Prozent gewachsen. Ein kleineres Plus gab es zuletzt 1999.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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