Börse Tokio
Nikkei knackt 9000-Punkte-Marke

Positive Vorgaben aus New York und ermutigende Daten vom US-Arbeitsmarkt sorgen für gute Stimmung am Tokioter Aktienmarkt. Nissan baut wegen des Inselstreits mit China ein weiteres Werk in Thailand.
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TokioPositive Konjunkturdaten aus den USA haben den Aktienbörsen in Asien zum Wochenschluss zu Kursgewinnen verholfen. Zusammen mit ebenfalls ermutigenden Zahlen aus China deuteten sie darauf hin, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft stabilisiert hat. Auch die Wall Street und der Dollar profitierten von Hoffnungen auf eine Besserung am US-Arbeitsmarkt und einem Anstieg des Verbrauchervertrauens in den USA.

An der asiatischen Leitbörse in Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Freitag mit einem Plus von 1,2 Prozent aus dem Handel und übersprang mit 9051 Punkten erstmals seit einer Woche wieder die Marke von 9000 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls um 1,2 Prozent auf 752 Punkte zu. Der MSCI-Index für den asiatisch pazifischen Raum außerhalb Japans stieg um 0,6 Prozent.

Einer der Gewinner war der Elektronikkonzern Sony, der im zweiten Quartal einen operativen Gewinn verbuchen konnte und seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr bekräftigte. Sony-Aktien gingen mit einem Aufschlag von knapp 2,1 Prozent aus dem Handel. Der ums Überleben kämpfende Konkurrent Sharp verlor dagegen fast 2,4 Prozent, Panasonic-Aktien verbilligten sich um 0,72 Prozent.

Der japanische Autobauer Nissan hat Pläne für den Bau eines zweiten Werkes in Thailand bestätigt. Die rund 358 Millionen Dollar teure Fabrik werde eine Kapazität von 75.000 Autos pro Jahr haben, teilte Nissan am Freitag mit. Die ersten Fahrzeuge sollen im August 2014 vom Band rollen.

Die Fertigung will Nissan letztlich auf 150.000 Autos pro Jahr anheben. Damit sei der Konzern nicht nur in der Lage, seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Heimatmarkt zu steigern, erklärte Nissan. Auch die Stellung Thailands als Drehkreuz für den weltweiten Export werde gefestigt.

Zuvor hatte die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet, Nissan wolle ein zweites Werk in Thailand errichten, um seine Produktion nach den chinesischen Protesten gegen Japan breiter aufzustellen. Die Volksrepublik und Japan streiten seit längerem um mehrere Inseln.

Aus Verärgerung über Japans Verhalten in dem Streit boykottieren die Chinesen seit Mitte September zahlreiche japanische Waren. Daher fürchten auch die japanischen Autobauer um ihre Gewinne. Honda hat bereits seine Prognose für das Nettoergebnis im laufenden Geschäftsjahr gesenkt, die Konkurrenten Nissan und Toyota dürften Experten zufolge in der kommenden Woche folgen.

Der Wall Street hatten am Donnerstag eine Reihe positiver Konjunkturdaten Auftrieb gegeben. Der Dow-Jones-Index ging ein Prozent höher aus dem Handel mit knapp 13.233 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,1 Prozent auf fast 1428 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,4 Prozent auf 3020 Punkte. In Frankfurt hatte der Dax ein Prozent höher geschlossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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