Börse Tokio
Sorge um Europa drückt Kurse in Japan

Zwei Tage lang war die Stimmung an den japanischen Aktienmärkten im Lot. Nun sacken die Aktienindizes tief ins Minus. Grund zur Sorge gibt erneut der Blick nach Europa - aber auch der Yen.
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TokioDie europäische Schuldenkrise sorgt an den Aktienmärkten in Fernost weiter für Nervosität. Vor der EZB-Zinssitzung am Donnerstag und den anstehenden Anleiheauktion Spaniens sowie Italiens wollten sich Anleger nicht positionieren. Abwarten sei das Motto des Tages, sagte Analyst Toshiyuki Kanayama von Monex.

Die Unsicherheiten nähmen wieder zu, erklärten Analysten von Barclays in einer Studie. „Dem Markt stehen schwierigen Zeiten bevor.“ Europäische Währungen gerieten stärker unter Druck. Der Dollar werde hingegen als sicherer Hafen gesucht. Der Euro präsentierte sich bei 1,2718 Dollar weitestgehend stabil.  

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 8385 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,9 Prozent auf 727 Stellen nach. Auch in Australien und Taiwan gingen die Kurse nach unten. Die Börsen von Singapur, Hongkong und Shanghai verzeichneten dagegen Gewinne. In Südkorea beendete der Markt den Handel nach einem Auf und Ab mit einem Plus von einem Prozent.   

Mit Spannung warteten Investoren auf den Ausgang von Anleiheauktionen der klammen Länder Spanien und Italien in den kommenden Tagen. Am Donnerstag will Spanien Anleihen im Volumen von bis zu fünf Milliarden Euro mit Laufzeiten bis 2015 und 2016 veräußern. Italien hat die Ausgabe von kurzfristigen Papieren mit einer Laufzeit von zwölf Monaten auf der Agenda. Am Freitag folgt Italien mit der Emission fünfjähriger Bonds für bis zu 4,75 Milliarden Euro.   

Am Donnerstag steht zudem die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank an. Experten rechnen zwar nicht mit einer Zinssenkung, sie erwarten aber, dass EZB-Chef Draghi bei der Pressekonferenz im Anschluss an das Ratstreffen den Druck auf die Politik erhöhen wird, endlich zu einer auch an den Finanzmärkten akzeptierten Lösung der Schuldenkrise zu kommen. Am Mittwoch kamen neue Zweifel auf.

Zum einen verlangte die Ratingagentur Fitch von der EZB die Ausweitung der umstrittenen Ankäufe von Staatsanleihen europäischer Problemländer. Andernfalls drohe ein verheerendes Zusammenbrechen des Euro, sagte David Riley, der bei Fitch das Länderrating leitet. Zum anderen wurde bekannt, dass die Euro-Staaten für Griechenland möglicherweise noch tiefer in die Taschen greifen müssen. Wie mehrere mit den Verhandlungen vertraute Banker der Nachrichtenagentur Reuters sagten, verfehle der freiwillige Beitrag der privaten Gläubiger zum Milliarden-Hilfspaket für das hoch verschuldete Land wohl die Erwartungen.  

Bei den Einzelwerten stand der von einem Bilanzskandal erschütterte Kamerahersteller Olympus im Fokus. Die Aktien stiegen um 3,25 Prozent. Einem Medienbericht zufolge erwägt der Konzern, einen freundlich gesinnten Partner aus der Elektronik-Branche ins Boot zu holen, etwa Sony oder Panasonic. Deren Papiere gaben jeweils rund zwei Prozent nach. Samsung Electronics ist an dem Kamerageschäft von Olympus zwar nicht interessiert, aber offen für Kooperationen in anderen Bereichen, wie aus dem Unternehmen verlautete.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Eines von vielen Problemen der modernen Welt, meiner Meinung nach, besteht darin, dass der Finanzsektor mit einer großen Bürokratie und hohen Ausgaben im Zusammenhang mit diesem, kann keine Finanzierung zu akzeptablen Bedingungen die Realwirtschaft, die reale Waren produziert. Ein weiteres Problem ist der Mangel an echten Mega-Projekte, die wichtigste Fragen der modernen Gesellschaft lösen können. Die Verwirklichung einige Großprojekte können bedeutend die Situation in der Welt verändern. Über ein Dutzend sehr wichtiger Großprojekte sind schon ausgearbeitet, sie sind intuitiv dem Investor praktisch mit den ersten Worten klar. Die Einfachheit der Verwirklichung bei den minimalen materiellen Ressourcen und einen kolossalen wirtschaftlichen Effekt der Erfüllung dieser Mega-Projekte ist eigene Marke des Entwicklers. Von diesen Großprojekten wird vielleicht noch im Internet geschrieben (Suchbegriff ist konsyltacii).

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