Börse Tokio
Syriza-Sieg belastet asiatischen Handel

Das Linkbündnis Syriza gewinnt die mit Spannung erwartete Parlamentswahl in Griechenland - In Fernost dämpft das die Stimmung der Anleger. Die Nervosität hält sich aber in Grenzen. Nikkei und Topix geben nach.
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TokioDer Wahlsieg der Sparkurs-Gegner in Griechenland hat die Börsen in Asien zu Wochenbeginn belastet. Experten zufolge gab es allerdings kaum Sorgen am Markt, dass die Abstimmung vom Sonntag zu einem Austritt des Landes aus der Euro-Zone führen könnte. Auch die Gemeinschaftswährung selbst litt unter dem klaren Sieg des Linksbündnisses Syriza und fiel am Montagmorgen zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Yen blieb dagegen zum Dollar stark, was insbesondere Exportwerte in Japan belastete.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,25 Prozent tiefer bei 17.468 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um fast 0,1 Prozent auf 1402 Punkte. Im Verlauf hatten die Aktienmärkte in Tokio noch schwächer tendiert. Experten erklärten, die Hoffnung auf gute Unternehmenszahlen hätten dem Markt später etwas Auftrieb gegeben. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans lag 0,3 Prozent im Minus. Auch der deutsche Leitindex Dax wurde beim Brokerhaus Lang & Schwarz schwächer erwartet.

Zwar war die Wahl in Griechenland ein zentrales Thema an den Handelsplätzen im Fernen Osten. Allerdings sprachen Experten von begrenzten Auswirkungen. "Die Gefahr, dass Griechenland die Euro-Zone verlässt, ist nicht groß", sagte Toru Ibayashi von UBS.

Für den Euro war die Wahl der zweite Schlag in kurzer Folge nach der Ankündigung des umstrittenen Anleihenrückkaufprogramms der EZB in der vergangenen Woche. Ein Euro wurde mit 1,1193 Dollar bewertet nach 1,1207 Dollar im späten New Yorker Handel. Zwischenzeitlich fiel er auf 1,1098 Euro, der tiefste Stand seit elf Jahren. Der Dollar wurde mit 117,85 Yen gehandelt nach 117,74 Yen in den USA. Der vergleichweise starke Yen belastet Exportwerte. So schlossen etwa Honda-Motor-Aktien fast 1,4 Prozent im Minus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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