Börse Wien
ATX fällt, OMV rutscht ab

Der ATX ist am Montag an der Wiener Börse um 1,84 Prozent auf 2.923,55 Punkte gefallen. Vor allem die Werte des Ölkonzerns OMV rutschten aufgrund der politischen Lage im wichtigen Erdölförderland Libyen ab.
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WienDie Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 1,84 Prozent auf 2.923,55 Punkte. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 31 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.955 Punkten. Händlern zufolge verhielten sich Marktteilnehmer angesichts der anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt sowie der feiertagsbedingten Handelspause an den US-Börsen zurückhaltend.

Vor dem angespannten geopolitischen Hintergrund konnten auch robuste Konjunkturdaten aus Deutschland die Stimmung nicht aufhellen. Hier hatte sich das vom Ifo-Institut veröffentlichte Geschäftsklima im Februar überraschend aufgehellt und einen neuen Rekordstand seit der Wiedervereinigung erreicht.

In Wien rückten OMV angesichts der Lage in Libyen in den Fokus. Am Ende der Kurstafel rutschten die Papiere des Ölkonzerns um 4,15 Prozent auf 32,57.Euro ab. Libyen gehört mit einer täglichen Produktion von rund 34.000 Barrel zu den wichtigsten Erdölförderländern der OMV. Das Ausmaß der Beeinträchtigungen ist laut Experten aber noch nicht abschätzbar, vorübergehend sollen OMV-Mitarbeiter aus dem nordafrikanischen Land abgezogen werden.

Die Strabag hat indes 2010 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Bauleistung um 1,9 Prozent auf 12,8 Mrd..Euro erlitten. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) bewerteten die Daten nach einer ersten Durchsicht als "leicht unter den Erwartungen". Sie sehen den Effekt auf den Aktienkurs zwar als neutral, setzen aber ihre Bewertung der Aktien unter Beobachtung. Die Titel des Baukonzerns verloren 5,29 Prozent auf 20,67.Euro.

Nach der Zahlenvorlage am Freitag meldeten sich am Montag einige Analysten mit Blick auf Voestalpine zu Wort. Jpmorgan erhöhte das Kursziel von 43 auf 44.Euro, HSBC hob es von 39 auf 40.Euro an, und die Credit Suisse erhöhte es von 37 auf 40.Euro. Alle drei Häuser empfehlen derzeit den Kauf der Titel. Die Papiere von Voestalpine gingen indes unverändert bei 33,80.Euro aus dem Handel.

Auch zu den Aktien der Erste Group Bank gab es eine Analystenstimme. Die Experten der Deutschen Bank erhöhten ihr Kursziel von 36,00 auf 40,00.Euro. Die Papiere gingen um 2,46 Prozent schwächer bei 37,74.Euro aus dem Handel.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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