Börse Wien
Wien: Schwacher Wochenstart

Abschläge quer durch alle Branchen verzeichnet die Börse in Wien zum Handelsschluss. Vor allem die Bankenwerte gerieten unter Druck. Auch Airline-Aktien gerieten tief ins Minus. Zu den wenigen Gewinnern zählte der Motoradhersteller KTM Power Sports.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 72,18 Punkte oder 1,52 Prozent auf 4 691,58 Einheiten. "Der Markt kannte heute nur eine Richtung - nach Süden", kommentierte ein Händler. "Es war aber gar nicht allzu viel los. Die Umsätze sind wieder deutlich zurückgekommen", meinte ein anderer Marktteilnehmer. Die Abschläge zogen sich quer durch alle Branchen.

Vor allem die Bankwerte gerieten bei höherem Volumen neuerlich unter Druck. So rutschten Raiffeisen International um 3,51 Prozent auf 108,22 Euro ab. Erste Bank verloren nach einer Analyse von Goldman Sachs 1,00 Prozent auf 53,27 Euro . Die Analysten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die Erste Bank von 58,75 auf 64,81 Euro erhöht und ihre "neutral"-Einstufung bestätigt. Händler verwiesen angesichts der Kursverluste bei beiden Bankwerten auf den international schwachen Banken-Sektor. Europaweit kamen Bank-Aktien unter Druck, nachdem der Citigroup -Chef Charles Prince nach Milliardenabschreibungen infolge der US-Kreditkrise zurückgetreten war.

Unter den weiteren Indexschwergewichten büßten OMV 1,77 Prozent auf 49,36 Euro ein. Unter Druck kamen auch Wienerberger und verloren 2,30 Prozent auf 39,97 Euro. Voestalpine mussten ebenfalls Terrain abgeben und schlossen um 2,06 Prozent tiefer bei 58,05 Euro. Telekom Austria schwächten sich nur verhältnismäßig leicht um 0,30 Prozent auf 19,97 Euro ab.

Die größten Kursausschläge im prime market registrierten die beiden Airline-Aktien. So waren Austrian Airlines Group (AUA) mit einem Minus von 4,00 Prozent auf 6,72 Euro der größte Kursverlierer im prime market. Tagesgewinner waren hingegen die Aktien des Mitbewerbers Skyeurope . Die Aktien konnten sich mit einem Plus von 5,85 Prozent auf 2,17 Euro deutlich von ihren Freitags-Verlusten erholen.

Stark gesucht waren KTM Power Sports und gewannen 2,59 Prozent auf 59,50 Euro . Der Motorradhersteller ist eine weitreichende Kooperation mit dem zweitgrößten indischen Produzenten Bajaj Auto eingegangen. Die Inder sind über eine niederländische Tochter zu 14,5 Prozent bei dem österreichischen Partner eingestiegen.

Größere Verkäufe gab es bei Palfinger , die Aktien fielen um 3,64 Prozent auf 35,75 Euro . "Die Titel sind zuletzt sehr gut gelaufen - nun fällt auch die Korrektur entsprechend aus", meinte ein Marktteilnehmer.

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