Börse Zürich
Bankaktien ziehen Indizes runter

Der Schweizer Aktienmarkt beschloss einen ruhigen und von wenig Bewegung gekennzeichneten Handelstag mit etwas leichteren Notierungen. Die Aktienindizes bewegten sich den ganzen Montag über in einer relativ engen Bandbreite. Nach den Gewinnen der Vorwoche sei es zu einer Konsolidierung gekommen, hieß es im Handel.

dpa-afx ZÜRICH. An Impulsen hat es Händlerangaben zufolge an der Züricher Börse "schlichtweg gefehlt." Nur am Morgen sei zeitweise Druck in den Markt gekommen, nachdem der Dollar wieder spürbar zugelegt und den Euro kurzzeitig unter 1,48 Dollar gedrückt habe, hieß es weiter. Nach den starken Arbeitsmarktdaten vom Freitag werde nun mittlerweile eine Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed bereits im Sommer 2010 erwartet.

Der Swiss Market Index (SMI ) schloss am Montag 0,47 Prozent tiefer auf 6 470,61 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) verlor 0,41 Prozent auf 990,51 und der breite Swiss Performance Index (SPI ) 0,36 Prozent auf 5 563,60 Punkte.

Bankaktien standen zum Wochenauftakt überdurchschnittlich unter Druck. Julius Bär (-3,4 Prozent) waren dabei der schwächste Bluechip. Credit Suisse sanken um 1,7 Prozent, und auch UBS (-1,3 Prozent) hoben nach der Nominierung von Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber zur Wahl in den Verwaltungsrat nicht ab.

Uneinheitlich schnitten die Versicherer ab: ZFS sanken 1,0 Prozent und Swiss Re 0,8 Prozent. Swiss Life Holding (+0,8 Prozent) und Baloise (+0,6 Prozent) kontrastierten hingegen mit der Entwicklung ihrer Branchennachbarn. Für Swiss Life Holding hat Helvea die Einstufung auf "Buy" von bisher "Accumulate" erhöht. Baloise profitierten von einer Aufstufung auf "Overweight" durch Jpmorgan.

Zu den schwächsten Werten zählten Adecco (-2,3 Prozent). Die Titel litten nach dem Freitagsplus von gegen acht Prozent unter Gewinnmitnahmen. Händler machten vor allem die über den Erwartungen ausgefallen US-Arbeitsmarktdaten für den markanten Kursanstieg vor dem Wochenende verantwortlich.

Tiefer standen auch ABB (-1,3 Prozent). Die Titel des Industriekonzerns litten nach Einschätzung von Händlern weiterhin unter den sehr vorsichtigen Prognosen des deutschen Mitbewerbers Siemens für das Geschäftsjahr 2010.

SGS schlossen unverändert und damit etwas besser als der Gesamtmarkt. Der Warenprüfkonzern geht davon aus, die Prognosen für 2009 zu erreichen, wie CEO Chris Kirk in einem Interview sagte. Allerdings werde es sehr anspruchsvoll, das Gewinnziel 2011 zu erreichen.

Von den Pharmaschwergewichten ging keine kursbewegende Tendenz aus: Während Roche um 0,4 Prozent sanken, rückten Novartis um 0,1 Prozent vor. Von Letzterer versprechen sich Anleger einen positiven Nachrichtenfluss vom bevorstehenden Investorentag.

Nestle (-0,1 Prozent) notierten wenig auffällig. Vor dem Wochenende kursierten Gerüchte, wonach der Konzern nun doch mit der amerikanischen Hershey Gespräche bezüglich Cadbury führe. Bekanntlich will die amerikanische Kraft die englische Cadbury übernehmen, was letztere allerdings ablehnt.

Freundlich tendierten Syngenta mit einem Plus von 0,4 Prozent. Die Papiere profitierten von einem Rückschlag des Konkurrenten Dupont, der neue Saatgutsorten für Mais und Soja erst im Jahre 2015 auf den Markt bringen kann - drei bis vier Jahre später als geplant. Syngenta will sich bereits nächstes Jahr mit vergleichbaren Produkten auf dem Markt etablieren und geht nun mit einem entsprechenden Vorsprung ins Rennen.

Die größten Kursgewinne sicherten sich am Berichtszeittag Lonza (+1,8 Prozent). Händler sprachen von einer Reaktion auf die herben Verlusten der letzten Woche. Am breiten Markt profilieren sich Micronas (+5,3 Prozent) mit Kursgewinnen. Goldman Sachs hat die Einstufung für den Titel auf "Buy" von bisher "Neutral" angehoben.

Auch Calida (+1,5 Prozent) erhielten von Analystenseite Flügel. Ein kürzlich durchgeführtes Interview habe ihn dazu veranlasst, seine doch sehr pessimistischen Schätzungen zu erhöhen, schreibt der zuständige ZKB-Analyst. Folglich erhöhe er das Rating auf "Marktgewichten"./ra

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