Börsen Asien
Japan top, China flop

Die Börse in Tokio schließt am Mittwoch mit Gewinnen. Anleger schauten vor allem auf die Quartalszahlen einheimischer Unternehmen – und die kamen gut an. Es gab aber auch ein Sorgenkind an der Börse.
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TokioStarke Geschäftszahlen von einheimischen Unternehmen haben der Tokioter Börse am Mittwoch zu einem deutlichen Plus verholfen. Insbesondere Immobilien- und Bau-Konzerne zeigten sich stark. „Im Großen und Ganzen lief diese Runde der Quartalszahlen ziemlich gut“, sagte Masaki Uchida von JPMorgan Asset Management.

Gegen den Trend gab Toyota Motor trotz eines Rekordgewinns zwei Prozent ab. Experten zeigten sich besorgt über den Ausblick des Autobauers, besonders angesichts der schwächelnden Konjunktur in China.

Die Börse in Tokio hat am Mittwoch fester geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stieg um 93,70 Punkte oder 0,46 Prozent auf 20.614 Zähler. Der breit gefasste Topix verbesserte sich um 6,02 Punkte oder 0,36 Prozent auf 1.665 Punkte.

In China haben die Börsen dagegen trotz der weiter verschärften Maßnahmen zur Stabilisierung der Aktienkurse am Mittwoch erneut nachgegeben. Der Leitindex in Shanghai lag rund ein Prozent im Minus, der Index in Shenzhen 0,6 Prozent. Am Tag zuvor hatte die Verschärfung der Regeln für Leerverkäufe von Aktien zunächst für steigende Kurse gesorgt. Die Regierung in China stemmt sich mit aller Macht gegen den zuletzt fluchtartigen Rückzug heimischer Aktionäre.

In Australien gaben nach einer Rally in den vergangenen Wochen vor allem Bank-Titel nach. Auch der MSCI-Index asiatischer Aktien außerhalb Japans lag 0,4 Prozent im Minus. Zinsspekulationen hatten zuvor bereits die Wall Street belastet.

Viele Anleger warten nun auf US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag, von denen sie sich Hinweise auf die weiteren Schritte der amerikanischen Notenbank Fed erhoffen, vor allem auf den Zeitpunkt einer Zinserhöhung. Der Chef der Fed von Atlanta, Dennis Lockhart, hatte signalisiert, dass dieser Schritt wahrscheinlich bereits im nächsten Monat kommt.

Der Euro zeigte sich schwächer: Ein Euro wurde mit 1,0856 Dollar bewertet nach 1,0880 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 124,44 Yen gehandelt nach 124,36 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0626 und zum Dollar mit 0,9787.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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