Börsen Asien
Kurse legen leicht zu

Die US-Notenbank hebt ihren Leitzins an, die Bank von Japan öffnet die Geldschleusen nicht weiter. Die Börse in Tokio macht Verluste wieder wett und geht mit einem leichten Plus aus dem Handel.
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TokioDie Börse in Tokio hat im Handelsverlauf ihre Verluste wegen des schwächeren Yen wieder wett gemacht und ging mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 19.590 Punkten aus dem Handel. Auch an anderen Aktienmärkten in Asien legten die Kurse zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 1,4 Prozent. In China wirkte sich die dritte Anhebung der kurzfristigen Zinsen innerhalb von drei Monaten positiv aus.

Hintergrund der positiven Stimmung in Fernost war die Aussicht auf moderate Zinserhöhungen in den USA. Die US-Notenbank hob den Leitzins am Mittwoch erwartungsgemäß um 0,25 Punkte auf 0,75 bis 1,0 Prozent an. Zudem signalisierte die Fed für dieses Jahr zwei weitere Schritte. Viele Börsianer stellen sich auf Juni und September ein. Am Markt war vorher spekuliert worden, dass sie auch aggressiver handeln könnte. Am Donnerstag entschied die Bank von Japan (BoJ) nach Abschluss zweitägiger Beratungen, die Geldschleusen vorerst nicht weiter zu öffnen, sondern auf Kurs zu bleiben.

Japans Notenbank versucht verzweifelt, die jahrelange Deflation dauerhaft zu überwinden und den Wachstumsmotor anzukurbeln. Ihr Ziel ist eine Inflationsrate von zwei Prozent, das sie jedoch wiederholt nach hinten schieben musste. Seit Februar 2016 gilt ein negativer Zinssatz von minus 0,1 Prozent. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt habe ihre moderate Erholung fortgesetzt, teilte die Bank von Japan am Donnerstag weiter mit.

Die Wall Street hatte am Mittwoch nach der US-Zinserhöhung freundlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,5 Prozent höher aus dem Handel mit 20.950 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,8 Prozent auf 2385 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,7 Prozent auf 5.900 Stellen.

Der Euro stieg nach der Zinsentscheidung über die Marke von 1,07 Dollar und behielt dieses Niveau auch im asiatischen Handel bei. Der Dollar wurde mit 113,36 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit gut 1,07 und hielt sich damit zum Dollar auf der Parität.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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