Börsen Asien
Tokios Aktien kommen nicht vom Fleck

In Fernost traten die Märkte am Montag auf der Stelle. Ein erneuter Raketentest Nordkoreas spielte keine große Rolle, mancher Händler sprach schon von „Gewöhnung“. Anleger warten auf die US-Zahlen der nächsten Tage.
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TokioDie Tokioter Börse hat die Woche wenig verändert begonnen. Die Anleger hielten sich am Montag angesichts geschlossener Aktienmärkte in den USA, Großbritannien und China zurück. Zudem warten sie Experten zufolge auf die anstehenden Konjunkturdaten aus den USA, von denen sie sich Hinweise auf die Zinspolitik der Notenbank Fed erhoffen. Hier stehen besonders die Daten vom Arbeitsmarkt am Freitag im Fokus. „Das Interesse der Marktteilnehmer ist ganz auf die US-Geldpolitik konzentriert, wo eine Zinsanhebung erwartet wird“, sagte Hiroyuki Nakai vom Analysehaus Tokai Tokyo Research.

Kaum Einfluss auf den Handel hatte der neuerliche Raketentest Nordkoreas. Der Markt habe sich daran mittlerweile gewöhnt, sagte ein Händler. Am Montagabend Montag (Ortszeit) hatte Pjöngjang eine Kurzstreckenrakete abfeuern lassen, die 450 Kilometer geflogen und womöglich in die Gewässer der japanischen Wirtschaftszone gestürzt ist, was eine neue Eskalationsstufe bedeuten würde.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei nahezu unverändert bei 19.683 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent auf 1570 Punkte. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,2 Prozent. In China ruhte der Handel wegen des Drachenbootfestes. Auch die Märkte in den USA und Großbritannien bleiben wegen Feiertagen geschlossen.

Bei den Einzelwerten ragte der Elektronikhersteller Sharp heraus, dessen Aktien zeitweise um vier Prozent zulegten. Das Unternehmen hatte zuvor erklärt, es erwarte erstmals seit vier Jahren einen Nettogewinn für das Jahr.

Der Euro wurde im asiatischen Handel kaum verändert mit 1,1173 Dollar gehandelt. Zur japanischen Währung lag der Dollar bei 111,26 Yen nach 111,31 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9753 Franken je Dollar und 1,0889 Franken je Euro gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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