Börsen Fernost
Aktien in Asien unter Druck

Die Stadt Shenzhen hat die Vorschriften für Wohnungskäufer weiter verschärft, um gegen eine Blase am Immobilienmarkt vorzugehen. Die Börse in Tokio blieb wegen eines Feiertags geschlossen.
  • 0

Tokio Die asiatischen Aktienmärkte sind verhalten in die Handelswoche gestartet. Vor Notenbank-Entscheidungen in Europa und wichtigen Konjunkturdaten aus den USA hielten sich viele Investoren mit dem Kauf von Aktien zurück.

Die Erwartung auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) belastete den Euro, der Dollar profitierte zugleich von besseren Konjunkturdaten aus den USA. Experten sprachen jedoch von einem ruhigen Handel. "Es ist ein langsamer Start, und die Leute sind vor den wichtigen Terminen im Wochenverlauf vorsichtig", sagte Jackson Wong, Vizepräsident für den Aktienhandel bei Tanrich Securities.

Der Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gab 0,25 Prozent nach. Die Börsen in Taiwan, Südkorea oder Australien gaben nach. In China verzeichneten die Kurse ebenfalls Verluste. Dabei spielte auch eine Rolle, dass die Stadt Shenzhen die Vorschriften für Wohnungskäufer weiter verschärfte, um gegen eine Blase am Immobilienmarkt vorzugehen. Die japanischen Börsen waren wegen eines Feiertags geschlossen.

Die jüngsten guten Daten zur Industrie in den USA stützten den Dollar. Das schürte Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed angesichts der stabileren Konjunktur bereits im Dezember ihre Staatsanleihenkäufe reduzieren könnte, und nicht erst im März, wie derzeit die Mehrheit der Experten vorhersagen. Am Donnerstag werden die Daten zur Entwicklung der weltweit größten Volkswirtschaft im dritten Quartal vorgelegt, am Freitag folgen die wichtigen Arbeitsmarktdaten.

In Europa ist dagegen die Lage immer noch schwierig. Angesichts der zuletzt schwachen Daten vom Arbeitsmarkt und der niedrigen Inflation halten es Analysten für möglich, dass die EZB ihren Geldhahn erneut aufdreht und die Weichen dafür bei ihrem Zinsentscheid am Donnerstag stellt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börsen Fernost: Aktien in Asien unter Druck"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%