Börsen Fernost
Asiatische Aktienmärkte auf Erholungskurs

Am Dienstag hatten kräftige Kursverluste die Anleger in Fernost geschockt - am Mittwoch wurde die Verluststrähne an den meisten Handelsplätzen gestoppt.
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HB PEKING. Trotz anhaltender Sorgen über die Schuldenkrise in Europa und mögliche Zinsschritte Chinas haben sich die Börsen in Fernost am Mittwoch überwiegend erholt. Gestützt wurden die Märkte von Daten aus China, denen zufolge die Produktion im November stärker auf Touren gekommen ist als erwartet. Für einen Dämpfer hingegen sorgte die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals durch die Ratingagentur S&P.

Viele Marktteilnehmer zeigten sich abwartend vor den am Freitag erwarteten Zahlen aus den USA zur Beschäftigung und dem Weihnachtsgeschäft. Die Börsen in Tokio machten anfängliche leichte Kursverluste zum Handelsende wieder wett.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging am ersten Handelstag des Monats mit einem Plus von 0,51 Prozent auf 9988 Punkten aus dem Handel, nachdem er am Dienstag um 1,9 Prozent eingebrochen war. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,6 Prozent auf 866 Zähler zu.

Die Börse in Hongkong dagegen verzeichnete Verluste. In Shanghai wurden anfängliche Verluste wieder ausgeglichen. Die Indizes in Taiwan und Südkorea legten deutlich zu. In Taiwan profitierten vor allem Banktitel von den gestiegenen Gewinnerwartungen der Investoren.

In Japan erhielt der Markt Analysten zufolge weiterhin Unterstützung von der Schwäche des Yen und der Aussicht auf eine Erholung der US-Wirtschaft. Es gebe zwar sehr viele Unsicherheiten auf den Märkten, sagte der Aktienstratege Fumiyuki Takahashi von Barclays Capital Japan. „Aber die langfristigen Aussichten sind ziemlich positiv, mit hohen Erwartungen, dass die japanischen Unternehmen gut abschneiden in diesem Jahr.“

Der Euro präsentierte sich in Fernost stabil. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte über 1,30 Dollar, nach 1,2984 Dollar im späten New Yorker Handel. Belastend wirkten sich auch hier die Sorgen um die portugiesische Kreditwürdigkeit aus. Die Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) hatte am Dienstagabend mitgeteilt, sie erwäge eine Herabstufung der „A-“-Bonitätsnote für das verschuldete Land. Es sei unsicher, ob Portugal Hilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds annehmen müsse.

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