Börsen Fernost
Chinesische Konjunkturdaten heben Aktien in Asien

Die Börse in Tokio hat nahe der Schlussstände vom Vortag notiert. Der Grund für die Zurückhaltung liegt vor allem in den USA. Außerhalb Japans steigen dagegen die Kurse in Fernost.
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TokioDer anhaltende Haushaltsstreit in den USA hat die Börsen in Asien auch am Donnerstag belastet. Der Nikkei-Index gab den zweiten Tag in Folge nach und ging mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 14.157 Punkten aus dem Handel. Positive Impulse in Fernost lieferten indes chinesische Konjunkturdaten. Auch die Äußerung eines US-Notenbankers, dass der verhärtete Etatstreit den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik verzögern könnte, sorgte für Erleichterung.

Die chinesische Dienstleistungsbranche ist im September so stark wie seit sechs Monaten nicht mehr gewachsen. Der amtliche Einkaufsmanagerindex stieg auf 55,4 von 53,9 im August, wie die Statistikbehörde am Donnerstag mitteilte. Das war der höchste Stand seit März. Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum.

Der breit gefasste MSCI-Index für Aktien in Asien außerhalb Japans legte um ein Prozent zu. In Tokio gab der breiter gefasste Topix dagegen um 0,1 Prozent auf 1.173 Zähler nach. In Hongkong kletterten die Kurse um 0,8 Prozent.

Im erbittert geführten US-Haushaltsstreit zwischen Demokraten und Republikanern gab es auch nach einem Spitzentreffen im Weißen Haus am Mittwoch keine Annäherung. Zunehmend rückt auch der zweite, schwerwiegendere Streit über die Schuldengrenze in den Vordergrund.

Sollten hier Demokraten und Republikaner keine Einigung erzielen, droht den USA Mitte des Monats die Zahlungsunfähigkeit, die schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft haben könnte. "Da wir noch nie in der Situation waren, dass die Schuldengrenze nicht angehoben wurde, besteht große Unsicherheit, wie sich die Dinge entwickeln", sagte Elliot Clarke von Westpac in Sydney.

Positiv gewertet wurde in Fernost, dass die chinesische Dienstleistungsbranche nach jüngsten Daten im September so stark wuchs wie seit sechs Monaten nicht mehr. Die Händler trösteten sich auch mit den Worten des Präsidenten der Fed von Boston, Eric Rosengreen. Er sagte, die US-Notenbank könne aufgrund des Haushaltsstreits Schwierigkeiten haben, die US-Wirtschaft zu beurteilen. Solange es keine verlässlichen Statistiken gebe, sinke womöglich die Bereitschaft, Konjunkturstützen auslaufen zu lassen.

Zu den Verlierern in Tokio gehörten vor allem die exportorientierten Unternehmen. Sony Aktien büßten 0,3 und Nissan 0,4 Prozent ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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