Börsen in Asien
Asien bleibt auf der Lauer

Zur Wochenmitte traten die Märkte in Fernost auf der Stelle. Anleger agierten vorsichtig, nicht aber wegen Großbritanniens Brexit-Gesuch. Es ging um die Frage, wie schnell Trump seine Steuerreform forcieren kann.
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TokioAsiens Aktienmärkte haben zur Wochenmitte Vorsicht walten lassen. Marktteilnehmern zufolge zeigten sich Anleger bedeckt, weil weiterhin unsicher sei, wie schnell US-Präsident Donald Trump nach der Niederlage im Ringen um die Gesundheitsreform seine zentralen wirtschaftspolitischen Vorhaben umsetzen werde. „Wir glauben immer noch, dass die Steuerreform kommt, aber das wird frühestens zum Ende des Jahres passieren“, sagte Ökonom Tom Porcelli von RBC Capital Markets. Anleger erhoffen sich von den geplanten Steuersenkungen für Unternehmen einen Wirtschaftsboom.

In Tokio schloss der Nikkei-Index 0,1 Prozent höher bei 19.217 Punkten. Der breitere Topix hingegen verlor 0,2 Prozent auf 1542 Punkte. In Hong Kong zeigte der Hang Seng keinerlei Veränderung, die chinesischen Indizes liefen alle mit Minus. Der CSI verlor 0,4 Prozent auf 3465 Zähler, der Shanghai Composite gab ebenfalls 0,4 Prozent nach auf 3241 Stellen, der in Shenzen 0,7 Prozent auf 2019 Punkte.

Die größten Zuwächse in der Region erzielte der Index in Australien mit einem Plus von knapp einem Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,2 Prozent fester. Impulsgeber waren die US-Börsen, die unter anderem dank der überraschend guten Kauflaune der US-Verbraucher am Dienstag zulegten.

Die politischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit belasteten den Euro im fernöstlichen Devisenhandel. Großbritannien wollte im Laufe des Tages den Austrittsantrag bei der EU einreichen. Die Gemeinschaftswährung tendierte etwas schwächer bei 1,0803 Dollar. Das britische Pfund gab auf 1,2393 Dollar nach. Der Dollar gewann auch zur japanischen Währung an Wert und kostete 111,24 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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