Börsen in Asien
Nikkei gibt leicht nach

Am Donnerstag wird die Bank of Japan den Kurs ihrer Geldpolitik mitteilen. Zuvor meldet sich die US-Notenbank Fed zu Wort. Anleger in Tokio orientieren sich zunächst an den Vorgaben der Wall Street.
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TokioDie Anleger in Fernost haben sich am Mittwoch vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank nicht aus der Deckung gewagt. Investoren rechneten fest mit einer Anhebung der Zinsen. Mit Spannung werden zudem Aussagen zu weiteren Zinsschritten erwartet. Analysten gehen künftig von mehr Gegenwind aus. „Die positive Stimmung gegenüber Schwellenländern ist nicht nachhaltig, da der Vorteil der Zinsdifferenz zugunsten Asiens wahrscheinlich in den nächsten Monaten abnehmen wird“, sagte Frances Cheung von der Societe Generale in Hong Kong.

In Tokio gab der Nikkei-Index um 0,16 Prozent auf 19.577 Punkte nach. In Shanghai und Hongkong traten die Kurse auf der Stelle. Chinas Ministerpräsident Li Keqiang sagte zum Abschluss der jährlichen Sitzung des Volkskongresses, dass die Wirtschaft der Volksrepublik in diesem Jahr vor Risiken im In- und Ausland stehe. Allerdings verfüge das Land über viele Instrumente, um damit umzugehen.

Dagegen lag der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans knapp 0,2 Prozent im Plus. Die Wall Street hatte zuvor schwächer tendiert. Auf die Stimmung drückten hier insbesondere die sinkenden Ölpreise.

Bei den Einzelwerten standen in Tokio erneut Toshiba-Papiere im Fokus. Die Aktien des angeschlagenen japanischen Industriekonzerns brachen mehr als 12 Prozent ein. Anleger bereitet insbesondere der milliardenschwere Schuldenberg der US-Atomsparte Sorge.

Der Euro legte im fernöstlichen Devisenhandel zu. Ein Euro wurde mit 1,0626 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 114,73 Yen gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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