Börsen New York
Wall Street reagiert kaum auf Trumps Steuerpläne

Die wenig konkreten Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin zur geplanten Steuerreform haben die Stimmung der Anleger gedämpft. Unterdessen halten Quartalszahlen die Aktionäre auf Trab.
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New YorkDie Steuerpläne der Regierung von US-Präsident Donald Trump lassen die US-Börsen weitgehend kalt. Die Regierung in Washington will vor allem die Unternehmen massiv entlasten, die Firmensteuer wird auf 15 Prozent gesenkt. Auch sollen Abgaben auf im Ausland erwirtschaftete Erträge gesenkt werden. Damit sollen die Betriebe dazu bewegt werden, ihre Gewinne in die USA zurückzuholen.

Das Versprechen von US-Präsident Donald Trump, die Steuern massiv zu senken, hat die jüngste Rally der US-Börsen angeheizt. Entscheidend ist nach Einschätzung von Experten nun, ob es gelingt, das Vorhaben durch den Kongress zu bekommen. "Es ist schwer zu sagen, ob es gelingt", sagte Jack Ablin, Chefinvestor bei BMO Private Bank. "Es wird sicherlich nicht schnell gehen."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent im Minus bei 20.975 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte unverändert bei 2387 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verharrte bei 6025 Stellen. In Frankfurt ging der Dax 0,05 Prozent höher mit 12.473 Punkten aus dem Handel. Seit den US-Präsidentschaftswahlen im November haben die Börsen wegen der Spekulationen auf einen Trump-Boom weltweit zwischen zehn und 20 Prozent zugelegt.

Thema am Markt waren auch zahlreiche Quartalsbilanzen. "Ein Viertel der Firmen hat Zahlen vorgelegt, und die Mehrheit davon hat die Erwartungen übertroffen", sagte Anlagestratege Emmanuel Cau von der Bank JPMorgan. So verteuerten sich die Aktien von Twitter um acht Prozent, weil deutlich mehr Menschen den Kurznachrichtendienst nutzen. Boeing-Papiere fielen dagegen um ein Prozent. Der Flugzeugbauer kämpft mit einem rückläufigen Umsatz. Die Papiere des Pampers-Herstellers Procter & Gamble gaben 2,5 Prozent nach. Der starke Dollar und geopolitische Sorgen treiben das Unternehmen um, der Umsatz sank bereits das 13. Quartal in Folge.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,96 Milliarden Aktien den Besitzer. 1705 Werte legten zu, 1246 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,86 Milliarden Aktien 1741 im Plus, 1075 im Minus und 225 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 8/32 auf 99-17/32. Sie rentierten mit 2,307 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 14/32 auf 100-26/32 und hatten eine Rendite von 2,963 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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