Börsen-Schlussbericht New York
Dow Jones markiert neues Schluss-Hoch

Angetrieben von Kursgewinnen beim Einzelhändler Wal-Mart und dem fallenden Öl-Preis haben die US-Börsen am Montag erneut Rekordmarken erreicht. Beflügelt wurde der Markt durch einen Rohölpreis, der um mehr als einen Dollar je Barrel fiel. Doch es gab nicht nur Kursgewinner.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones erzielte im Verlauf ein neues Allzeit-Handelshoch von 12 125 Punkten und schloss 0,95 Prozent im Plus bei 12 116 Punkten auf einem neuen Schlusshoch. Der Tagestiefststand lag bei 11 971 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,6 Prozent zu auf 1 377 Zähler. Er erreichte zeitweise den höchsten Stand seit sechs Jahren. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 0,57 Prozent auf 2 355 Punkte.

Alle drei Indizes hatten den Handel zunächst mit Verlusten begonnen. Händler begründeten den Stimmungswechsel unter anderem mit der Ankündigung von Wal-Mart, das Wachstum der Ladenfläche in den USA und bei den Investitionen zu drosseln. Die Papiere des Branchenprimus' reagierten mit einem Plus von 3,87 Prozent auf 51,28 Dollar.

Die Aktien des Computerkonzerns IBM legten um etwa 1,2 Prozent auf 91,56 Dollar zu. IBM wirft Amazon Patentverletzungen vor und kündigte an, das Internet-Versandhaus auf Schadenersatz zu verklagen. Eine genaue Summe nannte IBM nicht. Amazon-Papiere lagen knapp ein Prozent im Plus bei 32,88 Dollar. Im Technologiesektor gehörte auch Google zu den Gewinnern: Mit einem Plus von 4,6 Prozent erreichten seine Aktien 480,78 Dollar. Auch der Suchmaschinenbetreiber erreichte dabei im Verlauf ein neues Allzeithoch. Hintergrund waren weiterhin die unerwartet guten Quartalszahlen der vorigen Woche.

Rohöl hilft Markt vor den Feiertagen

Beflügelt wurde der Markt auch durch einen Rohölpreis, der um 1,4 Prozent auf 58,41 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) fiel. Die US-Regierung gab zudem bekannt, dass der Benzinpreis die zehnte Woche in Folge gefallen sei auf nun 2,23 Dollar je Gallone (etwa 0,47 Euro je Liter). Das weckte die Hoffnung, dass die US-Verbraucher zu den Winterfeiertagen mehr Geld ausgeben werden. „Die Investoren sehen den niedrigeren Benzinpreise, und das hilft“, sagte Victor Pugliese von NY Equity Trading, First Albany Corp. „Die Feiertagszeit beginnt bald, und es gibt noch viel Geld am Spielfeldrand, das auf seinen Einsatz wartet - das treibt die Aktienkäufe.“

Zu den Verlieren gehörte der Autobauer Ford, der seinen höchsten Quartalsverlust seit 14 Jahren auswies. Ford-Aktien verloren rund 1,4 Prozent auf 7,90 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,55 Mrd. Aktien den Besitzer. 1940 Werte legten zu, 1371 gaben nach und 176 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Mrd. Aktien 1574 im Plus, 1494 im Minus und 145 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 100-11/32. Sie rentierten mit 4,828 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 18/32 auf 93-1/32 und hatten eine Rendite von 4,953 Prozent.

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