Börsenausblick
Wall Street wartet auf die Wahl

Nach einem der verlustreichsten Monate in der Geschichte der Wall Street hoffen die Börsianer, im November ein neues Kapitel aufschlagen zu können. Im Fokus stehen in der kommenden Woche dabei die Präsidentenwahl am Dienstag sowie die Arbeitsmarktzahlen am Freitag.

HB DÜSSELDORF/NEW YORK. Die Erleichterung der Anleger über das Ende des Oktobers wurde durch die Entwicklung in der letzten Handelswoche verstärkt, die eine der besten Wochen in der Geschichte der New Yorker Börse gewesen ist. Zunächst wird in der ersten Novemberwoche auch die Börse auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl blicken.

Daten von Thomson Reuters zeigen im Durchschnitt eine positive Entwicklung in den ersten 60 Tagen einer neuen Präsidentschaft, da die weichende Ungewissheit über den neuen Kurs des Landes auch die Börsen beflügelt. „Wenn wir erst wissen, wie das Gleichgewicht der Kräfte aussehen wird, können die Anleger das in ihre Entscheidungen miteinbeziehen. Dem Markt gefällt es vielleicht nicht, wer gewinnt, aber ihm gefällt die Gewissheit“, sagte Christopher Zook von CAZ Investments in Houston.

Auf dem Wirtschaftskalender stehen die Arbeitsmarktzahlen am Freitag im Mittelpunkt. Laut einer Reuters-Umfrage könnten in den USA außerhalb der Landwirtschaft im Oktober 200 000 Jobs weggefallen sein. Die Arbeitslosigkeit stieg der Umfrage zufolge auf 6,3 Prozent. Auch die Industriezahlen am Montag und die Daten zum Dienstleistungssektor am Mittwoch werden an den Börsen aufmerksam verfolgt. Beide Daten zeigen wahrscheinlich eine weitere Abschwächung der US-Wirtschaft. Quartalszahlen legen unter anderem MasterCard und Cisco Systems vor.

Am Freitag beendete der Dow-Jones-Index der Standardwerte 1,6 Prozent höher bei 9325 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 schloss 1,5 Prozent fester bei 968 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging 1,3 Prozent höher bei 1720 Stellen aus dem Handel. Im Wochenverlauf verzeichnete der Dow mit 11,3 Prozent sogar seinen größten Wochenzugewinn seit Oktober 1974. Auch der S&P 500 mit einem Plus von 10,5 Prozent und der Nasdaq mit einem Gewinn von 10,9 Prozent beendeten die Woche mit den höchsten Kursgewinnen seit Jahren.

Auf den gesamten Oktober gesehen fiel der Dow Jones allerdings um gut 14 Prozent, was dem größten Monatsverlust seit mehr als einem Jahrzehnt entsprach. Der S&P rutschte etwa 16,8 Prozent ins Minus - der höchste Monatsverlust seit mehr als 20 Jahren. Der Nasdaq fiel im Oktober um rund 17,7 Prozent und fuhr damit seinen verlustreichsten Monat seit April 2001 ein.

Neu: Indexnews - der kostenlose Handelsblatt-Newsletter zum Thema ETF

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%