Börsenbericht Japan
Anleger in Tokio sammeln Gewinne ein

Die Börse in Tokio hat am Freitag im Sog negativer Vorgaben aus den USA massive Verluste hinnehmen müssen. Angesichts der jüngsten Kursgewinne bei zahlreichen asiatischen Werten entschieden sich zudem viele Händler, Kasse zu machen. Ein Anstieg des zuletzt gebeutelten Yen belastete außerdem Exportwerte.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte, der zu Handelbeginn mehr als 300 Punkte verlor, schloss bei 17 481,21 Punkten. Dies ist ein Abschlag von 215,76 Punkten oder 1,22 Prozent im Vergleich zum Vortag. Der breiter gefasste Topix fiel um 22,57 Punkte oder 1,30 Prozent auf 1715,54 Punkte.

Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur, Hongkong und Südkorea verzeichneten ein Minus. Für immerhin etwas Erleichterung sorgte das Plus beim Shanghaier Leitindex. Investoren zeigten sich zunehmend überzeugt, dass es nicht zu einem Ausverkauf kommen werde, vor dem der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan gewarnt hatte.

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Eine Schlüsselunterstützung für den Nikkei liege nun bei 17 400 Punkten, sagten technische Experten. Insbesondere in den zuletzt gut gelaufenen Sektoren Immobilien und Finanzen seien Gewinne realisiert worden, erklärten Händler. „Es gibt keine hausgemachten Gründe, die den Markt nach oben treiben, aber Gründe, die den Index nach unten ziehen, gibt es auch nicht“, sagte ein Marktexperte auch mit Blick auf China.

Insbesondere Werte im japanischen Immobilien-Sektor seien zuletzt sehr beliebt gewesen, sagte Yasuo Yabe von Meiwa Securities. „Das machte sie zu einem leichten Ziel für Gewinnmitnahmen.“ So verloren etwa die Titel von Mitsubishi Estate knapp 2,7 Prozent an Wert. Auch Exporttitel der Elektronik- und Autobranche, die zuletzt von der Yen-Schwäche profitierten, gaben angesichts des Kursanstiegs der japanischen Währung nach.

Auch neue Zinsängste sorgten für schlechte Stimmung auf dem Parkett. Starke Konjunkturdaten aus den USA könnte der US-Notenbank Fed einen Grund geben, die Zinsen anzuheben, um die Inflation im Schach zu halten, befürchteten Marktbeobachter. Am Vortag hatten die Zinssorgen bereits zu Verlusten in New York beigetragen.

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