China-Krise
Europäische Aktien trifft es besonders hart

USA, Asien, Europa: Weltweit reagieren die Märkte empfindlich auf den Kursrutsch in China. Die Hoffnung hiesiger Anleger, von den fernöstlichen Turbulenzen verschont zu bleiben, ist passé. Die Börsen sind im Gleichlauf.

New YorkHoffnungen auf eine überdurchschnittliche Entwicklung europäischer Aktien haben sich bislang nicht erfüllt. Im Gegenteil: Europäische Titel hinken den US-Werten sogar hinterher. Während der Stoxx Europe 600 in den ersten drei Handelstagen des Jahres um 3,1 Prozent nachgegeben hat, kommt der Standard & Poor’s 500 Index auf ein Minus von 2,6 Prozent.

Trotz der unterschiedlichen Politik der Notenbanken entwickeln sich die Börsen der Regionen auffallend ähnlich. Der Gleichlauf ist so stark wie seit August nicht mehr, als ebenfalls Nachrichten aus China die Aktienmärkte weltweit erschütterten.

„Wir sitzen alle im selben Boot“, sagte Walter Todd, leitender Investmentstratege bei Greenwood Capital Associates in South Carolina. Die zunehmende Globalisierung erschwere unterschiedliche Bewegungen zwischen Märkten.

Die Annäherung zeigt auch der sogenannte Korrelationskoeffizient von Bloomberg. Mit 0,62 liegt er nicht nur so hoch wie seit dem 25. August nicht mehr, sondern auch über dem Neunmonatsschnitt von 0,56.

Daran ändert wohl auch die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank nichts. Hier zeige sich wieder einmal, dass die Theorie eine Sache, die Realität aber eine ganz andere sei, so Todd. „Wenn sich der Handel in Asien und den USA schwer tun, ist es für Europa kaum möglich, sich dem zu entziehen.“

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
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