Daimler-Chrysler-Aktie im Blickpunkt
Dax klettert auf Drei-Jahres-Hoch

Der Deutsche Aktienindex hat am Mittwoch erneut zum Höhenflug angesetzt und dabei den höchsten Stand seit Mai 2002 erreicht. Händler sagten, die Kursgewinne beruhten vor allem auf technischen Faktoren und hohen Zugewinnen bei einzelnen, stark gewichteten Titeln.

HB FRANKFURT. Der Dax stieg im Tagesverlauf bis auf 5052 Punkte und beendete den Handel schließlich mit plus 1,67 % bei 5048 Zählern. Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 1,00 % auf 7068 Punkte und der Technologie-Index TecDax kletterte um 0,01 % auf 604 Zähler.

„Der Markt ist nach wie vor sehr positiv gestimmt. Es scheint, als wolle er unbedingt nach oben“, sagte ein Händler. Stützend wirkten dabei die positiven Vorgaben der US-Börsen, die am Mittwoch nach positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet waren.

Umsatzspitzenreiter und größter Gewinner im Dax waren die Papiere von Daimler-Chrysler mit einem Plus von 3,9 % auf 45,65 €. Damit war der Kurs so hoch wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Händler sagten, viele Anleger sähen nach dem Einstieg von Porsche bei Volkswagen für die Aktien dieser beiden Konzerne weniger Kurspotenzial und schichteten um in Daimler-Chrysler. VW legten zuletzt knapp 0,5 % auf 51,70 € zu. Die Vorzugsaktien von Porsche verloren knapp vier Prozent, womit sie einen Teil ihrer Vortagesgewinne einbüßten.

Die Anteilsscheine des deutsch-amerikanischen Autobauers profitierten den ganzen Tag über auch von Spekulationen über einen Personalabbau bei der Tochter Mercedes-Benz. „Es ist zwar zynisch, aber das treibt die Aktie an“, sagte ein Händler mit Blick auf einen Stellenabbau. Erst nachbörslich gab das Unternehmen dann den Abbau von 8500 Stellen bei Mercedes in Deutshcland bekannt - 3500 mehr als bislang erwartet.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Aktien der Finanzkonzerne. Kaufempfehlungen trieben die Aktien von Allianz, Deutsche Bank und Commerzbank um bis zu vier Prozent in die Höhe. Bei der Allianz stützte laut Händlern auch ein Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, wonach der Konzern die komplette Neuausrichtung der Finanztochter Dresdner Bank und eine Abspaltung der Investmenttochter Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) plant. Sie solle nahtlos mit dem Firmenkundengeschäft der Dresdner Bank zusammengeführt werden soll.

Commerzbank-Papiere profitierten kurz vor Handelsschluss zusätzlich von der Nachricht, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) werde wegen der Geldwäsche-Affäre keine weiteren Maßnahmen gegen das Kreditinstitut ergreifen. Das Papier rückte um 2,6 % auf 22,80 € vor.

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