Dax-Ausblick
Anleger fürchten neue Rückschläge

Das Rettungspaket für Griechenland sorgte für ein Kursfeuerwerk beim Dax. Die Gefahr von Rückschlägen droht, am Montag könnten Gewinnmitnahmen die Kurse drücken. Womit Anleger in der neuen Woche rechnen müssen.
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In der neuen Woche müssen sich Anleger am deutschen Aktienmarkt wieder auf eine unruhige Entwicklung gefasst machen. Nach der vorläufigen Entschärfung des griechischen Schuldenkrise und der vor der Tür stehenden US-Berichtssaison könne die freundliche Börsentendenz zwar zunächst anhalten, sagte Anne-Kristin Yasuda, Analystin bei der Landesbank Berlin. „Alles in allem dürfte sich jedoch in nächster Zeit angesichts der schwelenden Verschuldungskrise und anhaltenden Konjunktursorgen eine wieder unruhigere Kursentwicklung einstellen.“

In der abgelaufenen Woche hat der Dax mehr als vier Prozent gewonnen. Ein überraschend starker Anstieg des US-Einkaufsmanagerindex (ISM) hat dem Dax am Freitag einen ordentlichen Schub nach oben gegeben.

Der Dax in Frankfurt schloss am Freitag bei 7419 Punkten, einem Plus von 0,6 Prozent.

Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg auf 55,3 (von 53,5 Punkten im Vormonat). Experten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 51,8 Punkte gerechnet. „Das sind für die US-Wirtschaft gute Nachrichten und hat die Bremsklötze im Dax gelöst“, sagte ein Händler. Vor den Daten hatte der Leitindex nahezu unverändert notiert.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag bei niedrigen Umsätzen 1,4 Prozent höher bei 12.582 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 12.404 und 12.596 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 legte gleichfalls 1,4 Prozent auf 1339 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 1,5 Prozent auf 2816 Punkte vor. Auf Wochensicht legte der Dow 5,4 Prozent, der S&P-Index 5,6 Prozent, die Nasdaq 6,2
Prozent zu. „Wir hatten wirklich gute Gewinne zum Ende des Quartals, deswegen würde es mich nicht verwundern, wenn es nun zu Gewinnmitnahmen kommt“, sagte Chefökonom Peter Cardillo von Avalon Partners.

In der ersten Juli-Woche dürfte sich die Ferienzeit bemerkbar machen - die Börsenumsätze dürften dünn ausfallen. Hinzu kommt, dass am Montag in den USA wegen des Unabhängigkeitsfeiertages die Börsen geschlossen bleiben. Spannend könnte es besonders am Donnerstag werden, wenn in New York eine außerordentliche Hauptversammlung der Nyse Euronext stattfindet, auf der die Aktionäre über die Fusionspläne mit der Deutschen Börse abstimmen sollen. Mehr als 50 Prozent der Stimmen sind notwendig – sonst platzt der Deal. Allerdings ist dies nur die erste Hürde, danach müssen noch die Aktionäre der Deutschen Börse und der Regulierungsbehörden zustimmen. Die beiden Marktbetreiber wollen die Transaktion bis Ende des Jahres in trockenen Tüchern haben.

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  • ....wie gehabt, mal geht es an der Börse begauf, mal bergab. Heute sind irgendwelche Indikatoren positiv, morgen wieder negativ. Die Trader puschen, die Trader kassieren... mit manipulierten Nachrichten. Die Gazetten spielen das Spiel mit, irgendwie müssen die ja 24 Std.-lang "Informationen" liefern....

  • das geht bis 8ooo punkte, kauf Calls und schick mir dann 25%

  • Ganz ehrlich: Ich denke niemand weiß, wo wir Ende nächster Woche stehen. Ne dicke Korrektur wäre schön, aber ich kann mir genauso gut vorstellen, dass wir einen Anstieg wie nach dem Fukushimatief sehen.

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