Dax-Ausblick
Griechenland-Wahl dürfte den Dax bremsen

Nach der EZB-Entscheidung ist vor der Griechenland-Wahl: Wieder steht ein Lackmustest für die Börse an. Experten rechnen mit Rückschlägen, raten dann aber zum Einstieg. Eine Bank hat ihr Musterdepot radikal verändert.
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DüsseldorfEin Sieg der Reformgegner bei den griechischen Parlamentswahlen könnte der Euphorie der Aktienanleger in der neuen Woche einen Dämpfer verpassen. Sollte die in den Umfragen führende linke Partei Syriza die Wahl für sich entscheiden, könnten Anleger nach Einschätzung von Börsenexperten dies als Vorwand für Gewinnmitnahmen nutzen. „Die Rekordfahrt wird längerfristig zwar weitergehen, aber kurzfristig könnte sie ins Stocken geraten“, erklärt NordLB-Stratege Tobias Basse.

Immerhin ist der Dax in dieser Woche von Rekord zu Rekord geeilt - am Freitag stand er zeitweise bei 10.704 Punkten. Zum Vorwochenschluss ist das ein Plus von 5,3 Prozent. Auf Sicht von zwei Wochen ist das ein Zugewinn von über 1000 Punkten oder knapp elf Prozent.

Der Euro Stoxx 50 gewann in der zurückliegenden Woche in der Spitze rund sechs Prozent. Grund für die Kaufwelle ist der Geldsegen der Europäischen Zentralbank (EZB), mit dem sie über die Kreditvergabe der Banken die Konjunktur im Währungsraum wieder ankurbeln will.

Aus charttechnischer Sicht nährt die Hausse die Hausse. Das bedeutet: Ein neues Hoch lockt wieder neue Käufer an, die oft negative Nachrichten nicht berücksichtigen. Da das deutsche Börsenbarometer bislang noch nie auf solch einem hohen Niveau notierte, sind obere Kursziele aus Sicht der Charttechnik schwer zu benennen. Um die gute Ausgangslage nicht zu verspielen, sollte der Dax nicht mehr unter die Ausbruchsmarken bei rund 10.000 Punkten zurückfallen.

Die DZ Bank hat nach der EZB-Entscheidung ihr Musterdepot radikal verändert. „Die aktuelle Hochstimmung an den Kapitalmärkten bietet sich für Gewinnmitnahmen an“, heißt es in der Mitteilung, die mit dem Titel „Danke Mario“ versehen wurde.

Die Genossenschaftsbanker verkauften die aktuellen Positionen in EWU-Staatsanleihen und US-Treasuries. Zusätzlich reduzierten sie die Aktienquote deutlich. Die Erlöse bleiben als Bargeldposition im Portfolio.

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