Dax-Ausblick
Warum der Dax weiter steigt

Die Schuldenkrise in Europa konnte dem deutschen Aktienmarkt bisher wenig anhaben. Nach Ansicht von Analysten dürfte das auch in der neuen Woche so bleiben. Sehen Anleger die Gefahren nicht? Doch - aber sie können nicht anders. Ausgerechnet die Schuldenkrise treibt sie in Aktien.
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HB FRANKFURT. Der Dax hält sich wacker. In der vergangenen Woche schaffte er es sogar kurz über die Marke von 6900 Punkten. Analysten gehen davon aus, dass es noch weiter nach oben gehen könnte.

"Die Luft wird zwar dünner, viele Anleger hoffen aber immer noch auf eine Jahresendrally", sagt Tobias Basse, Aktienstratege der Nord LB. Daher nutzten sie jeden kleinen Rücksetzer, um in den Markt einzusteigen.

Es ist nicht einmal so, dass die Anleger die Gefahren ignorieren. Doch aus Mangel an Alternativen bleibt ihnen kaum etwas anderes übrig, als jetzt noch bei Aktien einzusteigen. Ausgerechnet die Sorge vor Staatspleiten zwingt sie dazu, umzuschichten. Die Anleger wollen sich lieber an einem Unternehmen beteiligen, das sie für solide halten, als ihr Geld einem wackligen Staat zu leihen.

Auch deutsche Bundesanleihen sind nicht mehr erste Wahl - das aber eher, weil sie für viele Investoren schlichtweg zu wenig Rendite abwerfen. Zehnjährige Bundesanleihen bringen gerade einmal 2,6 Prozent. Viele Aktien aus dem Dax bieten eine höhere Dividendenrendite und noch dazu die Aussicht auf Kursgewinne.

Deshalb wird zunächst noch mehr Liquidität in den Aktienmarkt fließen, was wiederum die Kurse antreibt und weitere Anleger anlockt. Nach Einschätzung von Stefan Dudacy, Fondsmanager bei Metzler, könnte der Dax 2011 die 8000-Punkte-Marke und damit das Vorkrisenniveau von 2007 erreichen. Dies wäre im Vergleich zum aktuellen Stand ein Plus von rund 16 Prozent.

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Kommentare zu " Dax-Ausblick: Warum der Dax weiter steigt"

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  • Der DAX hat das Potential, den DOW zu überholen. Es muß nur kräftig nachgedruckt werden. Wer allerdings glaubt, Merkel oder brüderle hätten die Wirtschaft angekurbelt, dem sollte man lieber keinen Kredit geben.

  • [3] Mathilda
    Die Menschen sind voll krank !!!! Wann hat das endlich ein Ende ????

    http://www.ftd.de/finanzen/derivate/:portfolio-zertifikate-emissionen-am-fliessband/50198127.html

    +++ Legalisierter betrug am Fließband +++

    Die Derivatebranche ist bekannt für ihren Einfallsreichtum. Von der idee für ein neues Produkt bis zu dessen Auflage vergehen mitunter 24 Stunden. Und derzeit funktioniert das mal wieder besonders gut.
    Das Angebot an Derivaten ist innerhalb von 4 Jahren um 500% gestiegen. Und dies, obwohl die bankster weltweit immer noch auf über 600 billionen Dollar absolut wertloser Derivaten/Papierschnipsel sitzen, aus den bilanzen ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren. (Quartalsbericht der biZ vom 06/2008).

    Weil diese Geschäfte meist in außerbilanziellen Zweckgesellschaften gehandelt wurden/werden, gehen neutrale Experten von mindestens der doppelten Summe aus. Von 1600 billionen Dollar ist sogar die Rede.

    bis zum ganz großen Knall ist es nicht mehr weit. Also schon mal in weiser Voraussicht sein Vermögen in Edelmetalle umschichten. Alle Aktien, Fonds-Anteile und Wertpapiere verkaufen. So kann man nichts falsch machen.
    Das Verwerfliche an diesen betrügereien ist eigentlich nur, dass ganze bevölkerungsschichten legal ausgeplündert werden, damit sich ein paar "Eliten" illegal bereichern können.
    in der Süddeutschen kommentierte ein Forist: "Es ist wieder an der Zeit, dass die bürger die Guillotine flott machen". Er hat verstanden.

    Erst dann hat das endlich ein Ende!

  • [3] Mathilda
    Die Menschen sind voll krank !!!! Wann hat das endlich ein Ende ????

    Der Dax steigt genau so lange, wie die unendlichen Milliarden der Zentralbanken zinslos an die investmentbankster „verschenkt“ werden. Der Nebeneffekt: Gut für die bilanzen, da horrende buchgewinne und gut für die Politiker, weil jetzt ja der „Dümmste“ mitbekommt, dass die Krise vorbei ist. Zumindest stellen es sich die bankster und Politiker so vor.

    Die Milliarden der Zentralbanken waren mal dafür gedacht, die Wirtschaft mit Krediten zu versorgen, damit investitionen getätigt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Doch die bankster denken nicht mal im Traum daran, das „geschenkte“ Geld der Zentralbanken vertragskonform einzusetzen und verzocken es im Eigenhandel und an den börsen. Getrieben von der Londoner City und den Wall-Street-bankstern.

    Wenn ein Großteil des biP damit erzielt wird, indem man Geld druckt und es im Spielcasino verzockt, dabei selbst noch horrend verdient, dann hat man das Perpetuum-Mobile zum 2. Mal erfunden. Das dachten die Amis ja auch, mit „Wohlstand auf Pump“, aber die sind bereits in der Realität angekommen. Die größte Volkswirtschaft der Welt, parallel dazu das UK haben aufgehört zu existieren. Sie atmen nur noch durch die Geldschleusen ihrer Zentralbanken.

    Aber wenn die schon untergehen, dann gefälligst auch andere. Einer der Gründe dafür, weshalb mit gigantischen Summen auf ein Ende des Euros spekuliert wird. Die Eurozone soll zerfallen.

    Ohne einen Reset im Finanzsystem und einer Aufteilung in Geschäfts- und Zockerbanken wird es für die westlichen industriestaaten keinen wirtschaftlichen Erfolg mehr geben. So sicher wie das Amen in der Kirche.
    Vielleicht mit einer Ausnahme, die bRD. Aber auch nicht mehr lange. Wenn alle Facharbeiter, Techniker und ingenieure im Ruhestand sind, die das Wirtschaftswunder Made in Germany aufgebaut haben, dann ist auch bei uns vorbei mit lustig.

    Noch ist dafür Zeit, sein Vermögen günstig und sicher in Edelmetalle umzuschichten.

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