Dell-Optimismus verhilft zu leichtem Kursplus
Wall Street schließt fester

Die US-Börsen haben die Handelswoche mit kräftigen Aufschlägen beendet. Unter den Standardwerten gab es kaum Verliere. AMD zogen die Technologiewerte an der Nasdaq nach oben.

HB BERLIN. Die amerikanischen Finanzmärkte haben sich mit deutlichen Aufschlägen in das Wochenende verabschiedet. Die Blue Chips im Dow Jones legten um 0,7 Prozent auf 10.539,01 Zähler zu. Die Technologiewerte an der Nasdaq gewannen mit 1,2 Prozent etwas kräftiger hinzu und schlossen bei 2085,34 Punkten. Der S&P 500 stieg um 0,91 Prozent auf 1184,15 Zähler. Für gute Stimmung sorgten die Einzelhandelsumsätze im Oktober und die Quartalszahlen von Dell, die am Vortag nachbörslich vorgelegt wurden.

Auch das gewachsene Verbrauchervertrauen der US-Amerikaner und die langsamer als erwartet gestiegenen Lagerbestände der Industrie sorgten für gute Stimmung an den Börsen. Unternehmensnachrichten gab es zum Wochenausgang nur wenige. Auch von den Rohstoffbörsen kamen positive Nachrichten. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Light Sweet zur Dezemberlieferung kostete am Freitagabend an der Nymex 47,32 Dollar. Das ist ein Minus von 2,29 Dollar verglichen mit dem Preis von Montag.

Gefragt waren am Freitag Alcoa, die mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 34,27 Dollar die Gewinner anführten. Intel legten 1,2 Prozent auf 23,69 Dollar zu. SBC kämpften sich mit plus 1,8 Prozent auf 26,67 Dollar nach vorne. Auf der Kaufliste der Anleger standen auch Exxon, die sich nach den Abschlägen der vergangenen Tage um 1,5 Prozent auf 50,42 Dollar verteuerten. Merck erholten sich mit plus 1,1 Prozent bei 26,45 Dollar von den Verlusten der Vortage. Auch Pfizer, die in den vergangenen Tagen verkauft wurden, waren gesucht und rückten 1,1 Prozent auf 27,45 Dollar vor. Hewlett-Packard rückten ein halbes Prozent auf 19,34 Dollar vor. Die Papiere des Computerherstellers profitierten von den Dell-Quartalszahlen.

Microsoft schlossen unverändert bei 29,97 Dollar. Die Klage des Konkurrenten Novell ließ die Anleger kalt. Verlierer gab es nur wenige: Verkauft wurden Coca-Cola, die an die Abschläge vom Vortag anknüpften und 0,4 Prozent auf 40,79 Dollar verloren. Der Getränkeherteller hatte am Donnerstage einen schwachen Ausblick auf das Jahr 2005 gegeben. Boeing gaben 0,7 Prozent auf 53,93 Dollar ab.

Uter den Technologiewerten stachen erneut AMD hervor. Die Papiere liefen auch am Freitag gut und verteuerten sich um 13,1 Prozent auf 21,02 Dollar. Delta gingen um 8,7 Prozent auf 6,84 Dollar nach oben, nachdem die Fluggesellschaft am Donnerstag nach wochenlangen Verhandlungen eine Einigung mit den Piloten erreicht hatte. Gesucht waren auch Pixar, die am Vortag gute Quartalszahlen vorgelegt hatten. Dell gingen um 8,6 Prozent auf 440,44 Dollar nach oben. Nortel gaben bei 3,03 Dollar 10,1 Prozent ab.Einzelhandel läuft besser als erwartet

Der amerikanische Einzelhandel setzte im vergangenen Monat 0,2 Prozent mehr um als im Vormonat. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Freitag in Washington mit. Marktexperten hatten nur mit einem Plus von 0,1 Prozent gerechnet. Die Umsätze in der Autobranche nicht berücksichtigt, lag das Plus bei 0,9 Prozent statt der erwarteten 0,6 Prozent.

Wie bereits Anfang der Woche angekündigt hat Novell am Freitag im US-Bundesstaat Utah Kartellklage gegen den Konkurrenten Microsoft eingereicht. Mitte der 90er-Jahre soll Microsoft seine Markt beherrschende Stellung genutzt haben, um den Erfolg von Novells Software Word Perfect zu verhindern.

Verbrauchervertrauen gestiegen

Der Michigan-Index zum Verbrauchervertrauen der US-Bevölkerung hat kräftiger zugelegt als erwartet. Der Index lag im Oktober bei 95,5 Zählern nach 91,7 Zählern im Vormonat, wie die University of Michigan am Freitag in Washington mitteilte. Experten hatten nur mit einem Anstieg auf 93,8 Punkte gerechnet.

Lagerbestände wachsen langsamer als erwartet

Die Lagerbestände der US-Industrie sind im September um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gewachsen, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag in Washington bekannt gab. Experten hatten mit einem Anstieg um ein halbes Prozent gerechnet. Die Umsätze der Industrie sind im selben Zeitraum um 0,3 Prozent gestiegen.

Dell-Gewinne im Rahmen der Erwartungen

Der US-Computerhersteller Dell hat im dritten Quartal mehr als acht Millionen PCs, Laptops und Server ausgeliefert. Wie das Unternehmen am Donnerstag nachbörslich in Round Rock im Bundesstaat Texas mitteilte betrug der Reingewinn 846 Millionen Dollar oder 33 Cent je Aktie. Das entspricht einem Plus von 25 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

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