Deutlich unter 4200 Punkte
Analysten glauben an weitere Dax-Talfahrt

Nach den Kursverlusten des Dax am Vormittag können Anleger nur vorübergehend aufatmen. Analysten glauben, dass die Kurse in den nächsten Wochen weiter fallen werden, wenn auch in gebremstem Tempo. Dafür sorgten schwache Konjunkturdaten aus den USA und der hohe Ölpreis. Auch technische Signale deuteten in diese Richtung.

FRANKFURT. Am Montag vormittag hatte der Dax 2,8 Prozent auf gut 4182 Punkte verloren, nachdem es bereits am Freitag abwärts gegangen war. Im Tagesverlauf pendelte er sich bei 4200 Punkten ein. Nach diesen Kursverlusten werde sich das Börsenbarometer in den nächsten Tagen voraussichtlich leicht erholen und auf 4280 bis 4300 Punkte steigen, meint Stephan Thomas, Fondsmanager bei Frankfurt Trust. „Das ist aber nur eine technische Gegenbewegung“.

Auf längere Sicht sieht Thomas wenig Grund für Optimismus. Gebremst vom hohen Ölpreis, werde Weltwirtschaft im laufenden Jahr nur um 3,5 bis 4 Prozent wachsen, weniger als im Vorjahr.

Auch Experten für technische Aktienanalyse rechnen mit weiteren Kursverlusten bei den deutschen Standardwerten. Die Analysten von BNP Paribas sehen den Dax in den kommenden Tagen bis Wochen bei 4115 bis 4175 Punkten. Petra von Kerssenbrock, Analystin bei der Commerzbank, sieht sogar Abwärtspotenzial auf 4000 bis 4100 Punkte. „Von einem Crash kann aber nicht die Rede sein, es handelt sich nur um eine Konsolidierung“.

Der Dax folge damit der schwachen Entwicklung des Dow Jones. Der amerikanische Standardwerteindex hatte am Freitag mit 10 088 Punkten auf dem tiefsten Stand des Jahres geschlossen. Vor allem das steigende Zinsniveau in den USA drücke auf die Stimmung der Anleger, sagte von Kerssenbrock. Nachdem der Dow Jones bereits unter den tiefsten Wert der letzten 200 Tage gefallen sei, hält sie weitere Verluste bis auf 9700 Punkte für möglich, dem Tiefststand von Oktober 2004.

Ein negatives Zeichen aus charttechnischer Sicht sei auch die Doppeltop-Formation des Dow Jones. Nach zwei Hochs in den vergangenen Monaten notiere der Index nun niedriger als auf dem Zwischentief zu Jahresbeginn. Das sei ein Zeichen für weitere Kursverluste. Tiefer als 9700 Punkte werde es aber nicht gehen, meint die Analystin. „Diese Unterstützungslinie ist sehr stark.“

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