Devisenmarkt
Der Euro ist angeschlagen

Der Eurokurs fällt weiter zurück. Die Schuldenkrise drückt die Gemeinschaftswährung nach unten. Und das werde noch eine ganze Weile so bleiben, sagen Devisenhändler.
  • 1

TokioDer Euro bleibt auch zu Beginn der neuen Woche angeschlagen. Die Gemeinschaftswährung notierte am Morgen mit 1,2225 Dollar etwa einen viertel US-Cent unter dem New Yorker Freitagsschluss. Allerdings lag er damit deutlich über dem am Freitag erreichten Zwei-Jahres-Tief von 1,2163 Dollar. Händler waren über die weiteren Aussichten aber skeptisch. Schließlich zogen Anleger weiterhin Währungen wie den Yen und das Pfund Sterling der Gemeinschaftswährung vor. So rutschte der Euro zum Pfund bis auf 78,55 Pence ab und kostete damit so wenig wie seit 3-1/2 Jahren nicht mehr. Am Freitag hatte die EZB den Referenzkurs noch mit 78,75 Pence ermittelt. Zum Yen rutschte der Euro auf 96,57 Yen von 97,12 Yen am Freitagabend. Die Schuldenkrise in der Euro-Zone bleibe am Devisenmarkt das beherrschende Thema, sagten Händler.

Auch am Rentenmarkt überwog die Skepsis. Der Bund-Future, der letztlich auch die Risikoascheu der Anleger misst, stieg um 17 Ticks auf 144,89 Punkte. Die Renditen der zehnjährigen spanischen und italienischen Anleihen zogen indessen an. Die italienischen lagen bei 6,07 Prozent, die spanischen bei 6,72 Prozent. Händler warnten, dass bei geringen Umsätzen schon kleinere Orders die Kurse bewegen könnten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Devisenmarkt: Der Euro ist angeschlagen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Was ist das für eine Währung, die ständug gerettet werden muss? Wann geht dieses Rettungsabenteuer EURO endlich zu Ende? Die deutsche Bevölkerung wird nicht gefragt, ob sie mit Steuergeldern bereit ist, diese Zeche zu bezahlen. Unsere Enkel werden in den Südeuropäischen Ländern die Billionen Bankschulden in 10 Jahren mit der Peitsche zurückholen, da sie freiwillig nicht zurückgezahlt werden. Dann werden alle erkennen müssen, welche friedenstiftende Rolle der Euro gehabt hat.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%