Dollar auf Fünf-Monats-Hoch
Börse in Tokio erreicht neues Drei-Jahres-Hoch

Mit leichten Kursgewinnen startet der Aktienmarkt in Tokio in die neue Handelswoche. Die Hoffnung auf gute Unternehmensergebnisse vor allem aus der Technologiebranche stützte und führte auch bei einigen zyklischen Werten zu Aufschlägen.

p>HB TOKIO. Angesichts der Erwartung einer baldigen Erhöhung der US-Leitzinsen hat der Dollar am Montag im asiatischen Devisenhandel auf ein Fünf-Monats-Hoch zum Euro zugelegt. Dieser kostete zeitweise weniger als 1,177 Dollar. In der Hoffnung auf starke Unternehmenszahlen erreichte die Tokioter Börse ihren höchsten Stand seit August 2001.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 0,36 Prozent höher bei 12 164 Punkten, so hoch wie seit bald drei Jahren nicht mehr. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,11 Prozent auf rund 1 211 Zähler zu. In Tokio führten der Computerhersteller Fujitsu und der Elektronikhersteller Toshiba die Liste der Unternehmen an, deren Aktien zulegten. In Folge höherer Gewinnprognosen kletterten die Kurse beider zeitweise um mehr als drei Prozent.

Sorgen wegen der US-Zinsen und neuer Fälle der lebensgefährlichen Lungenkrankheit Sars in China belasteten die anderen asiatischen Märkte. Taiwan und Singapur notierten um ihre Schlusskurse vom Freitag. Hongkong und Seoul gaben um bis zu zwei Prozent nach. Die Ölpreise legten nach einem Rebellenangriff auf ein irakisches Ölterminal am Samstagabend zu. Nachdem das Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen (G-7) am Wochenende ohne Überraschungen geblieben war, war eine mögliche Zinserhöhung in den USA im August das zentrale Thema unter den Investoren. „Wie erwartet gab es bei den G-7 keine Überraschungen und der Markt wird sich diese Woche klar auf die Fundamentaldaten zur US-Wirtschaft und auf die Nachhaltigkeit des Dollar-Anstiegs konzentrieren“, sagte Junya Tanase von JP Morgan Chase in Tokio.

Der Euro rutschte auf 1,1765 Dollar, seinen niedrigsten Stand seit Ende November. Im späten Handel notierte er bei 1,1793 Dollar nach 1,1845 Dollar in New York am Freitagabend. Die Gemeinschaftswährung sei auch durch einen Medienbericht unter Druck gekommen, dass Deutschland und Frankreich die Europäische Notenbank (EZB) bei dem Treffen in Washington unter Druck gesetzt hätten. Zum Yen hielt sich der Dollar unverändert bei 109,08 Yen. Gold gab unter dem stärkeren Dollar rund einen Dollar auf 393,75 Dollar je Unze nach.

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