Dollar kaum verändert
Gewinnmitnahmen belasten Tokioter Börse

Nach mehreren Tagen mit steigenden Kursen haben Anleger in Fernost am Mittwoch Gewinn realisiert und damit die Börse ins Minus gezogen.

HB SINGAPUR. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss mit 1,21 % im Minus bei 11 158 Punkten. Der bereiter gefasste Topix-Index fiel um 1,16 % auf 1 128 Punkte. Der Dollar zeigt sich in Fernost erneut kaum verändert. Die US-Währung bewegt sich seit etwa drei Monaten in einem engen Korridor zum Euro.

Viele Anleger hielten sich an der Aktienbörse mit Käufen zurück, da sie zunächst die Anfang Oktober anstehenden Wirtschaftsdaten aus Japan abwarten wollten, hieß es. „Der Markt in Tokio wird voraussichtlich in einem engen Korridor verharren, bis makroökonomische Daten wie der Tankan uns mehr Hinweise auf den Zustand der Wirtschaft liefern“, sagte Tatsuyuki Kawasaki von Kaneyama Securities. Der Tankan - ein Bericht der japanischen Notenbank zur Stimmung unter den Unternehmen- wird am 1. Oktober erwartet. Kawasaki sagte, die Kauflust werde zudem durch die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Folgen des Hurrikans „Ivan“ gezügelt, der sich derzeit auf die US-Südküste zubewegt. Sein Verlauf wird auch von Ölhändlern genau beobachtet, da sich ein Viertel der US-Ölproduktion im Golf von Mexiko befindet.

Zu den Kursverlierern gehörten die Papiere der japanischen Technologiefirma Toshiba, die um 1,6 % nachgaben. Toshiba hatte am Vortag bekannt gegeben, dass es mit Canon ab dem kommendem Jahr gemeinsam eine neue Generation besonders dünner und Energie sparender Flachbildschirme produzieren werde. Das Joint Venture hat ein Investitionsvolumen von rund 1,5 Mrd. €, wird jedoch nach Einschätzung seiner Gründer erst gegen Ende des Jahrzehnts Gewinne abwerfen.

Die Aktien des japanischen Elektronikkonzerns Sony gaben um 0,51 % nach. Am Dienstag war bekannt geworden, dass ein Konsortium um Sony das legendäre Hollywood-Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) für rund fünf Mrd. Dollar übernimmt. Die Ratingagentur Standard & Poor's setzte Sony daraufhin auf die Beobachtungsliste für eine eventuelle Herabstufung der Bonitätsbewertung. Der MGM-Kauf könne die Bilanz belasten und strukturelle Reformen verhindern, hieß es zur Begründung.

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