Dollar profitiert von Interventionsgerüchten
Nikkei-Index trotzt der Marke von 10 000 Punkten

Der japanische Aktienmarkt hat am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Nach einem deutlichen Rückgang am Vortage schloss der Nikkei-Index in Tokio um 19,18 Punkte oder 0,19 Prozent höher mit 10 226,22 Punkten. Der umfassende Topix-Index gab 1,15 Punkte oder 0,11 Prozent auf 1 006,16 Punkte nach. Insgesamt haben die asiatischen Aktienbörsen haben am Mittwoch angesichts erneut schwacher Vorgaben der Wall Street zumeist weiter an Boden verloren.

HB SINGAPUR/TOKIO. Standardwerte in Tokio erholten sich dank des guten Halbjahresergebnisses des japanischen Telekom-Konzerns NTT leicht von den beiden vorausgegangenen Verlusttagen.

Der Dollar profitierte von Befürchtungen, die Bank von Japan könnte mit Interventionen in den Handel eingreifen. Leichtes US-Öl verbilligte sich um fünf Cent auf 31,10 Dollar pro Barrel (knapp 159 Liter). Der Goldpreis lag wenig verändert mit 388,00 Dollar nach 387,60 Dollar je Feinunze am Vortag in New York.

Nippon Telegraph and Telephone Corp (NTT) hatte am Dienstag nach Börsenschluss in Tokio berichtet, den Netto-Gewinn im Konzern sei im Zeitraum von April bis September auf 383,57 Mrd. Yen (rund 4,04 Mrd. Euro) von 33,16 Mrd. Yen vor einem Jahr nahezu verzwölffacht worden. Die Aktien des Konzerns schlossen am Mittwoch 11,09 Prozent höher bei 501 000 Yen. Dagegen gaben Finanztitel nach anfänglich soliden Gewinnen im Geschäftsverlauf wieder nach.

Händlern zufolge suchten die Investoren im Geschäftsverlauf Möglichkeiten für kursgünstige Käufe und nutzten jeden Kursrückgang aus. „Die psychologisch wichtige Grenze von 10 000 Punkten des Nikkei scheint als wichtige Unterstützung zu dienen“, sagte Masayoshi Yano vom Tokai Tokio Research Center. Gleichzeitig scheine es schwierig zu sein, die Markt-Indizes angesichts saisonaler Faktoren, wie Gewinnmitnahmen ausländischer Hedge Fonds vor dem Abschluss ihrer Bücher weiter nach oben zu treiben, fügte er hinzu. Rick Klusman vom australischen Investmenthaus Patterson Ord Minett fügte hinzu, die Investoren warteten auf eine Stabilisierung und Erholung in den USA.

Der Dollar präsentierte sich stetig nach seinem Drei-Jahrestief zur japanischen Währung am Montag. Die US-Valuta wurde mit Kursen um 108,75 nach einer letzten Notiz am Vorabend in New York von 108,78 Yen gehandelt. Der Euro legte dagegen leicht auf 125,75 Yen zu. Auch zur US-Währung gewann er leicht auf 1,1565 Dollar.

Am Dienstag hatte der Standardwerte-Index Dow Jones 0,19 Prozent tiefer bei rund 9737 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag bis Handelsende mit 0,05 Prozent leicht im Minus bei rund 1 046 Zählern. Der Nasdaq-Index der Technologietitel fiel um 0,56 Prozent auf rund 1 930 Punkte.



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