Dollar stieg weiter an
Fed-Entscheid gibt Asiens Aktien Auftrieb

Die Fed-Entscheidung für unverändert niedrige Zinsen in den USA ist am Mittwoch auch an den asiatischen Aktienmärkten positiv aufgenommen worden und ließ die Kurse auf neue Jahreshochs klettern.

Reuters SINGAPUR. Der Dollar zog in Fernost zu Euro und Yen weiter an, nachdem er bereits am Vorabend im Sog der Entscheidung der wichtigsten Notenbank der Welt zugelegt hatte.

Zu der positiven Stimmung an Asiens Aktienmärkten trugen Händlern zufolge auch die Wachstumsdaten für die japanische Wirtschaft von Dienstag bei. „Ausländische Investoren, die Japan schon als verloren abgeschrieben hatten, haben sich die Daten angesehen und waren überrascht. Die Wachstumsrate ist in etwa so hoch wie die in den USA“, sagte ein Händler.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel 1,96 Prozent im Plus bei rund 9753 Zählern, der breiter gefasste Topix-Index legte 1,84 Prozent zu auf rund 952 Zähler. Die japanischen Aktienmärkte lieferten Händlern zufolge die Vorgaben für die ebenfalls positive Tendenz an den Aktienbörsen in Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan. „Die Stimmung wird immer besser und ich gehe davon aus, dass die Kurse weiter steigen“, sagte ein Händler mit Verweis auf den Tokioter Aktienmarkt.

Auch die Wall Street hatte am Dienstag nach der Entscheidung der US-Notenbank (Fed), die Zinsen auf dem niedrigsten Stand seit 45 Jahren zu belassen, mit Kursaufschlägen geschlossen. Die Fed teilte mit, der Schlüsselzins der weltgrößten Volkswirtschaft könnte „für eine beträchtliche Zeit“ bei 1,00 Prozent bleiben. Die Entscheidung der Fed sei gut für die Aktien, hatten Wall-Street-Analysten geurteilt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 9310 Punkten um ein Prozent im Plus. Auch der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um ein Prozent auf 990 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,5 Prozent auf 1687 Punkte. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex (Dax) am Vorabend 1,26 Prozent im Plus bei rund 3382 Zählern geschlossen.

Impulse für den Devisenmarkt gingen Händlern zufolge indes vielmehr von den anziehenden US-Aktienkursen aus als direkt von der Entscheidung der Fed. „Ich denke nicht, dass das Ergebnis der Zinsentscheidung viel Einfluss auf den Devisenhandel hatte“, sagte ein Händler. Allerdings hätten die US-Aktienmärkte eine zentrale Rolle gespielt, fügte er hinzu.

Der Euro sank in Fernost auf Kurse um 1,1250 Dollar unter sein Vorabendniveau in New York von rund 1,1280 Dollar. Auch zum Yen legte die US-Währung auf 119 Yen zu nach zuletzt rund 118,65 Yen im US-Handel.

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