Dollar-Talfahrt gestoppt
Börsen in Asien profitieren vom US-Wachstum

In Tokio hat das überraschend starke Wachstum der US-Wirtschaft am Donnerstag auf die Kurse japanischer Unternehmen durchgeschlagen. Wegen der guten Stimmung angesichts der Daten zogen die Kurse an, allen voran Export-Werte wie Honda.

HB SINGAPUR. Auch der Dollar profitierte von den Daten und konnte die Talfahrt der vergangenen Tage stoppen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio gewann 1,23 Prozent und hielt sich damit deutlich über 16.000 Punkten bei 16.274 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index schaffte ein Plus von 1,45 Prozent auf 1603 Zähler. Auch die Börsen-Indizes in Südkorea, Taiwan, Singapur und Hongkong verzeichneten Gewinne.

„Weltweit sind die jüngsten Wirtschaftsdaten positiv, so dass sich auch die Unternehmensgewinne verbessern dürften“, sagte Park Suk Hyun von Kyobo Securities in Südkorea. Nach am Vortag veröffentlichten Zahlen ist US-Wirtschaft im Sommer deutlich stärker gewachsen als zunächst erwartet. Händlern zufolge dürfte damit eine allzu rasche Abkühlung der weltgrößten Volkswirtschaft ausbleiben.

Davon profitierten vor allem Export-Werte wie Honda, die 2,24 Prozent zulegten. Auch Papiere der Elektronik-Konzerne Samsung (plus 1,43 Prozent) und LG.Philips (plus ein Prozent) legten zu. Der New Yorker Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte am Vorabend 0,7 Prozent höher bei 12.226 Punkten geschlossen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,8 Prozent auf 2432 Punkte.

Der Kurs des Dollar stabilisierte sich, da Spekulationen über eine Zinssenkung in den USA Anfang kommenden Jahres durch die US-Wachstumsdaten einen Dämpfer erhielten. Allerdings sorgten Gewinnmitnahmen dafür, das die US-Währung in Asien zum Euro mit 1,3171 Dollar etwas schwächer als im späten New Yorker Handel notiert wurde. Ein Dollar kostete 116,14 Yen und damit deutlich mehr als bei seinem Anfang der Woche erreichten Drei-Monate-Tief von 115,40 Yen.

Insgesamt habe sich aber an der Dollar-Schwäche nichts geändert, sagten Marktteilnehmer. Am Markt werde vielmehr akzeptiert, dass die Zinsen in Europa stiegen. Es gilt als sicher, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in der nächsten Woche die Zinsen auf dann 3,5 Prozent erhöht und auch im nächsten Jahr allmählich die Zinslücke zu den USA schließt. Dort liegt der Satz bei 5,25 Prozent.

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