Einen Tag vor der Sitzung der Notenbank
Ölpreis gibt an der Wall Street den Ton an

Der weiter steigende Ölpreis hat den US-Anlegern zum Start in die neue Börsenwoche die Kauflaune verdorben. Weil zudem Gewinnwarnungen von Colgate und Unilever das Marktgeschehen belasteten, beendeten die Märkte an der Wall Street den Handel durchweg mit Verlusten. Technologietitel hielten sich dabei dank Gewinnen bei Halbleiteraktien noch relativ gut. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Dienstagabend verhielten sich die Anleger zudem vorsichtig, sagten Händler.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones verlor bis Handelsschluss 0,77 % auf rund 10 205 Punkte. Er pendelte im Tagesverlauf zwischen 10 187 und 10 283 Punkten. Bei den Standardwerten gerieten insbesondere Aktien von Konsumgüterherstellern unter Druck, nachdem Colgate-Palmolive und Unilever ihre Geschäftserwartungen reduziert hatten. Auch der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,56 auf 1122 Punkte nach. Der Nasdaq-Index verlor 0,11 % auf rund 1908 Zähler. Dabei wurden die Kursverluste der Technologietitel von Gewinnen bei Halbleiter-Aktien eingedämmt, nachdem das Investmenthaus Sanford Bernstein die gesamte Branche heraufgestuft hatte. Die Aktien des weltgrößten Chip-Herstellers Intel gewannen gut zwei Prozent auf 20,33 Dollar.

„Öl scheint wieder in die erste Reihe zu rücken, und das bestimmt den Ton am Markt“, sagte Robert Drust von der Investment-Bank Wedbush Morgan aus Los Angeles. Der Ölpreis zog am Montag wegen erneuter Berichte über Lieferschwierigkeiten des russischen Ölriesen Yukos kräftig an. Hohe Ölpreise dämpfen die Stimmung an den Börsen, da steigende Energiekosten üblicherweise die Gewinnspannen der Unternehmen schmälern und die Nachfrage bremsen.

Im Blickfeld standen die Aktien von Konsumgüterherstellern. Colgate-Palmolive-Papiere verbuchten nach der Senkung der Geschäftsprognose für die zweite Jahreshälfte mit einem Minus von 11,23 % ihren stärksten Tagesverlust seit vier Jahren. Unilever-Titel verloren in New York mehr als fünf Prozent, nachdem sie bereits die europäischen Märkte belastet hatten. Auch die Aktien des Konkurrenten Procter & Gamble Co reagierten auf die trüberen Ausblicke der Rivalen mit Abschlägen von 3,3 % auf 54,38 Dollar.

Seite 1:

Ölpreis gibt an der Wall Street den Ton an

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%